Mit ihrer Kritik am Umgang mit dem Bahnhofsviertel grenzt sich Schöffin Corinne Cahen (DP) zunehmend von der Politik der blau-schwarzen Mehrheit ab. Die DP-Politikerin präsentiert sich als Stimme der Geschäftsleute und Bewohner – und vielleicht schon als Alternative zu Lydie Polfer (DP).
Die Kontroversen um den rechten Geschäftsmann Vincent Bolloré gehen über seine Einflussnahme hinaus. Sie werfen die Frage auf: Ist eine freie Kulturbranche möglich in einer Welt, in der Geld regiert?
Erinnerungskultur im Umgang mit der Geschichte und im Kampf gegen Antisemitismus und Islamophobie ist von zentraler Bedeutung. Aber die Diskriminierung muss auch mit juristischer Konsequenz und mit Zivilcourage im Alltag bekämpft werden.
Die Behandlung der Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte und der offensichtliche Bruch mit dem internationalen Recht durch Israel müssen Konsequenzen haben, meint Guy Kemp im Leitartikel.
Guy Kemp
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Der Luxemburger Basketball hat eine neue Ausländerregelung. Die Hoffnung dahinter: mehr Chancen für luxemburgische Talente. Doch der Schuss könnte nach hinten losgehen – und lenkt den Blick auf eine grundsätzlichere Frage.
Während sich die europäischen Länder nach außen abschotten, findet im Innern eine „Durchrohung der Gesellschaft“ statt. Diese hängt unter anderem mit dem drohenden Ende des Sozialstaates zusammen.
Das Gipfeltreffen zwischen Xi und Trump verlief unspektakulär. Für Europa bleiben die Absichten der beiden mächtigsten Männer der Welt unklar. Damit wird der alte Kontinent vorerst klarkommen müssen.
„Law and Order“-Politik und Symbolaktionen zeigen auch nach zweieinhalb Jahren im Bahnhofsviertel kaum Wirkung. Dabei gibt es nachhaltige Lösungsansätze.
Das Statec schließt eine Rezession nicht mehr aus und prognostiziert eine Inflation von bis zu sechs Prozent. Die öffentlichen Finanzen haben sich deutlich verschlechtert. Wie die Regierung bei der Tripartite „de Leit an de Betriber hëllefen“ und gleichzeitig den Staatshaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen will, muss Premier Luc Frieden dem Parlament am Dienstag erklären.
Luxemburg ist Weltmeister darin, strukturelle Herausforderungen des Landes auf die lange Bank zu schieben. Und wenn sie sich zu einem nicht mehr ignorierbaren Problem entwickelt haben, fehlt entweder der politische Wille oder das politische Geschick, sie grundlegend anzugehen. Daran wird auch die anstehende Tripartite nichts ändern.
Luxemburg steckt im Verkehr fest: Seit Jahrzehnten werden Konzepte angekündigt, Pläne diskutiert und Lösungen versprochen – doch auf den Straßen wird die Lage für Pendler und Anwohner immer unerträglicher.
Luc Friedens CSV stürzt in den Umfragen ab. Die Partei redet von schlechter Kommunikation. Doch ihr Problem sitzt tiefer. Die Menschen verstehen sehr wohl, wofür diese CSV steht. Sie mögen es nur immer weniger.
Es ist ein jahrelang andauernder und schwellender Streit, der es selten in die Top-Titelgeschichten schafft: Die Krise der Welthandelsorganisation (WTO). Was nach einem Juristenproblem klingt, ist jedoch sehr viel mehr. Hier entscheidet sich, ob Handel nach Regeln funktioniert oder ob er vom Recht des Stärkeren geprägt wird.
Eigentlich müsste Luxemburg dem Vorbild Großbritanniens folgen und EU-Pionier in Sachen rauchfreier Generation werden – wenn nicht die Abhängigkeit von den Steuereinnahmen wäre.
Der Rahmen, den CSV-Premier Luc Frieden für die nationale Tripartite vorgegeben hat, ist weit gefasst. Vielleicht liegt das daran, dass er der Meinung ist, die „richtige Krise“ stehe erst bevor. Worüber er mit den Sozialpartnern verhandeln möchte, weiß er selbst noch nicht.
„Big Brother Is Watching You“: Das soll künftig in allen Schulhöfen in Petingen gelten. Der Trend zu mehr Videokameras ist nicht neu – auch nicht an Schulen. Doch es ist eine gefährliche Gratwanderung zwischen Überwachung und Datenschutz.
Lange Zeit führten sie eher ein Schattendasein: Trainerinnen im Luxemburger Mannschaftssport. Mit zwei prominenten Personalentscheidungen bei den Nationalteams bekommt das Thema eine neue Dynamik.
Die Affäre um den suspendierten Orthopäden Philippe Wilmes hätte eigentlich das Potenzial, die Glaubwürdigkeit in die medizinische Versorgung Luxemburgs zu stärken. Es scheitert momentan vor allem an der Kommunikation.
Liefert der Iran-Krieg der Regierung einen gesichtswahrenden Vorwand für eine Tripartite? Strukturelle Probleme könnten es auf die Tagesordnung schaffen, finanziell und politisch könnten die Verhandlungen in Senningen sündhaft teuer werden.
Ein von der US-Botschaft retuschiertes Foto mit dem Großherzog sorgt für Kopfschütteln in Luxemburg. Völlig zu Recht. Doch das Bild wirft eine weitere Frage auf: die nach der Rolle des Großherzogs in den internationalen Beziehungen des Landes.
Steigende Energiepreise bedrohen viele Haushalte. Doch eine neue Ölkrise könnte auch den Druck erzeugen, den Politik oft braucht, um die Energie- und Verkehrswende endlich zu beschleunigen.
Kulturminister Thill hat das Parlament nachweislich falsch informiert. Entweder hat ihn sein Direktor belogen – oder er hat selbst gelogen. Beides erfordert Konsequenzen.
Gewerkschaften, Patronat, Opposition und die DP fordern vom Premier eine Tripartite. Luc Frieden und die CSV haben derzeit jedoch andere Sorgen. Statt des Sozialdialogs suchen sie den Dialog mit ihren Wählern, um ihre Umfragewerte zu verbessern.
Spitzenpolitiker der progressiven Linken haben zurecht in Barcelona auf die Gefahren hingewiesen, die von Rechtspopulisten ausgehen, denn die Demokratien stehen unter Druck.
Ab Anfang Mai patrouilliert die rumänische Polizei gemeinsam mit jener aus Luxemburg. Zu diesem Vorhaben blieben zentrale Fragen bislang unbeantwortet – denn Innenminister Léon Gloden (CSV) inszeniert lieber, als zu informieren.