Editorial

Zankäpfel: Wenn Landwirtschaft und Umweltschutz in einem Boot sitzen

Auch wenn Bauern und Umweltschützer einander noch nie grün waren: Die Landwirtschaft der Zukunft ist eine ökologische Landwirtschaft.

Apfel ohne Pestizide in Hand gehalten, Symbol für gesundes Bio-Obst und nachhaltigen Obstbau

Wer Obst ohne Pestizide hat, der werfe den ersten Apfel! Foto: Editpress/Tania Feller

Fünfhundert Jahre ist es her, dass sich die Bauern, vom süddeutschen Raum ausgehend, aufgrund wirtschaftlicher Not und sozialen Elends gegen die feudale Unterdrückung erhoben. Der Aufstand endete mit einer verheerenden Niederlage. An dem damals unter Habsburger Herrschaft stehenden Herzogtum Luxemburg ging der Bauernkrieg weitgehend spurlos vorüber, nicht aber der Frühkapitalismus. Die Landwirtschaft ist über Jahrhunderte der dominierende Sektor geblieben. So auch in Luxemburg.

Während früher die Mehrheit der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig war, erwirtschaftet der Sektor heute kaum noch 0,2 Prozent des BIP und beschäftigt weniger als ein Prozent der Erwerbstätigen. Von den rund 1.800 landwirtschaftlichen Betrieben im Großherzogtum befinden sich vor allem die kleinen und mittelgroßen im Existenzkampf. Das Sterben der Bauernhöfe geht weiter – nicht zuletzt, weil viele Bauern keine Nachfolger finden. Hinzugekommen sind weitere Herausforderungen.

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