Editorial

„Todo lleva a la plata“: Der Super Bowl, Trump und Infantino

Während der Super Bowl Vielfalt feiert, biedert sich die FIFA dem US-Präsidenten an. Berechnend sind beide Strategien, nur eine wirkt humaner.

Bad Bunny live auf der Bühne vor jubelnder Menschenmenge bei großem Konzert

Bad Bunny erreicht die Massen Foto: Getty Images via AFP

Nationalhymne, militärisches Zeremoniell, Düsenjets, „Stars and Stripes“, so weit das Auge reicht. „Amerikanischer“ als American Football kann eine Sportart nicht sein. Politisch gesehen stehen viele Entscheider in der NFL („National Football League“) den Republikanern nahe. Und trotzdem war die Halbzeit-Show des Super Bowl „ein Affront gegen amerikanische Werte“, wie Präsident Donald Trump es formulierte.

„Schuld“ daran sind die NFL selbst und ihr Haupt-Act: Bad Bunny. Der puerto-ricanische Superstar performte als erster Künstler überhaupt ausschließlich auf Spanisch. Das hatten in den Jahren zuvor weder Enrique Iglesias noch Gloria Estefan gemacht. Sein Auftritt war durchsetzt von Botschaften und Symbolik – politischer war der Super Bowl wohl nie. Trump zeigte sich verärgert über die Zurschaustellung des „anderen Amerika“. Ein Amerika der Vielfalt, das seine MAGA-Brut nicht will.

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