Editorial
„Krich tëscht Gewerkschaften“ – CGFP und „Union syndicale“ streiten um Repräsentativität
An der Auseinandersetzung zwischen CGFP und „Union des syndicats“ um Repräsentativität ist die CSV-DP-Regierung nicht unschuldig.
Vertreter von OGBL, LCGB und CGFP vor der „Sozialronn“ im Innenhof des Staatsministeriums am 9. Juli Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Von einem „Krich tëscht Gewerkschaften“ habe keiner etwas, warnte der neue CSV-Arbeitsminister vergangene Woche im RTL Radio. Am 5. Januar hatte sich Marc Spautz mit der CGFP „zu einem ersten offiziellen Gespräch“ getroffen, danach ließ die CGFP in einer Mitteilung wissen, der Arbeitsminister habe bekräftigt, die CGFP werde weiterhin im Ständigen Beschäftigungsausschuss (CPTE) vertreten sein, genau wie in den bilateralen Gesprächen mit der Regierung. „Für die CGFP ist dies angesichts der zahlreichen Beschäftigten in den öffentlichen Einrichtungen von größter Wichtigkeit“, betonte die Staatsbeamtengewerkschaft.
Zwei Tage nach der CGFP traf sich Marc Spautz mit OGBL und LCGB. Ihre „Union des syndicats“ schrieb danach, die Anwesenheit der CGFP im CPTE werfe die Frage nach der Beteiligung von OGBL und LCGB an den Verhandlungen der Gehälterabkommen im öffentlichen Dienst auf. Die „Union des syndicats“ habe „deutlich ihren Willen zum Ausdruck gebracht, im Sinne der Gleichbehandlung und Transparenz an diesen Verhandlungen teilzunehmen“. Lehne die Regierung das ab, forderten OGBL und LCGB den Ausschluss der CGFP aus dem CPTE. Mit dem Gehälterabkommen beim Staat habe er nur indirekt etwas zu tun, sagte Marc Spautz im RTL Radio, dafür sei der Minister für den öffentlichen Dienst, Serge Wilmes (CSV), zuständig. Trotzdem traf Spautz die CGFP zwei Tage früher als OGBL und LCGB.