Editorial

Danke, Amnesty! Der „Mediepräis“ ist toll – doch Luxemburg braucht mehr Journalismuspreise

Amnesty International verleiht den einzigen Preis für Journalismus, den es in Luxemburg gibt. Das spricht für das Engagement von Amnesty. Wirft aber auch die Frage auf, warum das sonst niemand tut. Es gäbe nämlich gleich eine ganze Reihe guter Gründe dafür.

Preisträger, Jury und Moderator des Mediepräis 2024 bei der feierlichen Preisverleihung auf der Bühne

Preisträger, Jury und Moderator des diesjährigen „Mediepräis“ Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

And the winner is …? Am Dienstagabend wurde der „Amnesty Mediepräis“ erneut von Amnesty International Luxembourg verliehen. In mehreren Kategorien werden dabei besondere journalistische Leistungen ausgezeichnet. Im Mittelpunkt der Arbeiten sollten, nicht verwunderlich bei Amnesty, die Menschenrechte stehen. Auch das Tageblatt zählte in diesem Jahr mit Stefan Kunzmann als „Coup de coeur“ der Jury und Isabel Spigarelli unter den Nominierten zu den Prämierten in der Sparte „Presse écrite“. Ebenfalls geehrt wurden Woxx, Land, RTL, Wort und Journal. Der „Mediepräis“-Abend lenkt damit auch den Blick auf die Qualität des Journalismus, der in diesem kleinen Land gemacht wird.

Ich selbst habe den „Mediepräis“ im Jahr 2018 gewonnen. Meine Einreichung war bestimmt nicht schlecht. Gegen die Qualität, die heute abgeliefert wird, hätte sie aber kaum eine Chance gehabt. Das zeigt, wie schnell sich der Journalismus hierzulande in Bezug auf Qualität und Vielfalt entwickelt. Auch das zeigt der „Mediepräis“ jedes Jahr aufs Neue. Deswegen: Danke, Amnesty! Auch weil ihr die Einzigen seid, die so etwas in Luxemburg tun: einen Journalismuspreis ausrufen.

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