Die Musikschule Cavem ist insolvent und ihr Direktor gilt als vermisst. 600 Schüler stehen so plötzlich ohne Unterricht da, die knapp 20 Lehrer verlieren ihre Jobs – und Luxemburg eine Institution.
Das Gerichtsverfahren wegen Falschaussagen im Bommeleeër-Prozess endete mit einer Verurteilung und fünf Freisprüchen – und kommt zum Berufungsverfahren. Ob und wie der eigentliche Prozess weitergeht, ist völlig offen. Die Anwälte Thierry Hirsch und Maximilien Lehnen sprachen mit dem Tageblatt über den Stand der Dinge in der „Staatsaffäre“ und über zahlreiche offene Fragen.
Fast jeder dritte Asylbewerber leidet unter traumatischen Erlebnissen oder einer psychischen Erkrankung. Die verschärften Bedingungen der EU-Abschottungspolitik treffen sie besonders. Hilfsmöglichkeiten gibt es für sie kaum – nicht einmal für den elfjährigen irakischen Kurden Ardwan.
Die IEA-Staaten haben eine Rekordmenge Öl aus ihren strategischen Reserven freigegeben. Auch Luxemburg hat sich an der Aktion beteiligt. Wie voll sind die Lagertanks noch?
Der Verlust der Artenvielfalt verläuft nicht offen sichtbar, birgt aber eine große Gefahr. Darüber sind sich die meisten Expertinnen und Experten einig. Dies gilt für Luxemburg ebenso wie für die anderen europäischen Länder. Die Hauptfaktoren sind in der Landwirtschaft, der Umweltzerstörung und im Klimawandel zu finden.
Unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung hat das Europaparlament im vergangenen Dezember die europäische Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) abgeschwächt, indem es dem Omnibus-I-Paket zugestimmt hat. Wichtige Normen der Direktive wurden dabei abgeschafft. Der Ball liegt wieder bei den einzelnen Staaten.
Maxime Miltgen wird aller Voraussicht nach die nächste Frau an der Spitze der LSAP sein. Annäherung an eine überzeugte Feministin, die sich von den Erwartungen an ihre Person und der Größe der künftigen Aufgabe nicht verbiegen lässt.
Ein ministerienübergreifender Bericht verspricht konkrete Aktionen, um mehr über Herkunft und Verbreitung von Ewigkeitschemikalien in Trinkwasser und Lebensmitteln zu erfahren. Landwirtschaftsministerin Hansen verteidigt die hohen Standards der Lebensmittelsicherheit in Luxemburg.
Gilles Zeimet leitet das „Centre national de l’audiovisuel“ seit zweieinhalb Jahren. Seitdem haben zahlreiche erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Institution verlassen. Mehrere berichten von Einschüchterung, Demütigung und misogynem Verhalten. Das Kulturministerium schaut weg.
„Wollen Sie Kaffee, Tee?“, empfängt die US-Botschafterin, die sich zu dem Moment schon als Stacey vorgestellt hat, den Besuch vom Tageblatt. Wir sind in der amerikanischen Botschaft auf Limpertsberg, zum Interview mit Stacey Feinberg. Die Geschäftsfrau ist seit 100 Tagen akkreditiert als Botschafterin der Vereinigten Staaten im Großherzogtum und hat in der kurzen Zeit bereits einiges an Staub aufgewirbelt. „Sicher keinen Kaffee?“, fragt Stacey Feinberg noch einmal. „Cause we got a lot going on here“, hier passiert gerade eine Menge. Das stimmt. Also besser loslegen, ohne Kaffee.
Es gibt jene, die die Karnevalssaison lieben und jene, die sie meiden. Ich persönlich gehöre zu letzterer Fraktion und genau deshalb hat die Redaktion mich in diesem Jahr mitten ins Zentrum der Dekadenz geschickt: Ein Karnevalsmuffel auf der „Dikricher Cavalcade“.
Skepsis gegenüber Trends, Nähe zu den Kunden und eine Genossenschaftsstruktur, die Übernahmen verhindert: Die Raiffeisenbank feiert ihr 100-jähriges Bestehen und blickt auf einen tiefgreifenden Wandel zurück. CEO Laurent Zahles und seine drei Vorgänger Ernest Cravatte, Guy Hoffmann und Yves Biewer erzählen, wie in den vergangenen 20 Jahren aus einer vermeintlichen Nischenbank ein respektierter Akteur des Finanzplatzes wurde.
Hunderte Millionen Euro pro Jahr will die Regierung in eine Steuerreform investieren. Verlierer soll es keine geben, verspricht sie. Doch das ist nicht wahr, sagt Aline Schaltz. Es werde viel mehr Verlierer geben als gedacht. Zudem entstehen neue soziale Ungerechtigkeiten. Sie hat dazu eine Petition eingereicht.
Der iranische Finanzier Ali Ansari ist mitverantwortlich für die blutigste Protestwelle im Iran seit der iranischen Revolution. Von Großbritannien sanktioniert, macht er weiterhin Geschäfte in Europa. Im Mittelpunkt seines Geschäftsimperiums: Luxemburg.
Schon als CSV-Oppositionsleaderin hatte sich Martine Hansen als Sprachrohr der konventionellen Landwirtschaft im Parlament hervorgetan. Als sie 2023 Landwirtschaftsministerin wurde, war die Freude bei den Bauernverbänden groß. Vor zwei Monaten teilte CSV-Premier Luc Frieden ihr mit, sie solle von Georges Mischo das Sportressort übernehmen. Martine Hansen stellte sich nicht auf den Kopf.