Es gibt jene, die die Karnevalssaison lieben und jene, die sie meiden. Ich persönlich gehöre zu letzterer Fraktion und genau deshalb hat die Redaktion mich in diesem Jahr mitten ins Zentrum der Dekadenz geschickt: Ein Karnevalsmuffel auf der „Dikricher Cavalcade“.
Skepsis gegenüber Trends, Nähe zu den Kunden und eine Genossenschaftsstruktur, die Übernahmen verhindert: Die Raiffeisenbank feiert ihr 100-jähriges Bestehen und blickt auf einen tiefgreifenden Wandel zurück. CEO Laurent Zahles und seine drei Vorgänger Ernest Cravatte, Guy Hoffmann und Yves Biewer erzählen, wie in den vergangenen 20 Jahren aus einer vermeintlichen Nischenbank ein respektierter Akteur des Finanzplatzes wurde.
Hunderte Millionen Euro pro Jahr will die Regierung in eine Steuerreform investieren. Verlierer soll es keine geben, verspricht sie. Doch das ist nicht wahr, sagt Aline Schaltz. Es werde viel mehr Verlierer geben als gedacht. Zudem entstehen neue soziale Ungerechtigkeiten. Sie hat dazu eine Petition eingereicht.
Der iranische Finanzier Ali Ansari ist mitverantwortlich für die blutigste Protestwelle im Iran seit der iranischen Revolution. Von Großbritannien sanktioniert, macht er weiterhin Geschäfte in Europa. Im Mittelpunkt seines Geschäftsimperiums: Luxemburg.
Schon als CSV-Oppositionsleaderin hatte sich Martine Hansen als Sprachrohr der konventionellen Landwirtschaft im Parlament hervorgetan. Als sie 2023 Landwirtschaftsministerin wurde, war die Freude bei den Bauernverbänden groß. Vor zwei Monaten teilte CSV-Premier Luc Frieden ihr mit, sie solle von Georges Mischo das Sportressort übernehmen. Martine Hansen stellte sich nicht auf den Kopf.
Vergangene Woche wurde der Orthopäde Philippe Wilmes wegen mutmaßlicher „unnötiger Operationen“ von CSV-Gesundheitsministerin Martine Deprez für drei Monate suspendiert. Seitdem versucht sein Anwalt, die Öffentlichkeit von der Unschuld seines Mandanten zu überzeugen. Die Affäre schadet nicht nur Wilmes selbst, sondern färbt auch auf seine einflussreiche Entourage ab.
Lateinamerika ist gespalten, was die Reaktionen auf die US-Intervention in Venezuela angeht. Nur wenige Staatschefs stellen sich offen gegen Donald Trump, der seinen Einfluss in der Region weiter ausbaut.
Nach den jüngsten Drohungen des US-Präsidenten mit Strafzöllen scheint in der EU die Zeit der sanften Diplomatie vorbei zu sein. Der Tonfall wird rauer. Auch in Luxemburg?
Jedes Mal, wenn Luxemburgs statistisches Institut Zahlen zur Entwicklung der Verbraucherpreise vorstellt, gibt es Zweifler, die die Wahrhaftigkeit der Zahlen infrage stellen. Erklären kann diese gefühlten Unterschiede der Berechnungsmodus. Die Methodologie ist dabei nicht nur eine Theorie für Statistiker. Sie betrifft jeden, etwa über das Berechnen der Indextranchen.
Klingt nach Verschwörungstheorie: Eine Allianz aus Tech-Milliardären, antidemokratischen Internet-Philosophen und ultrareligiösen Christen ist dabei, eine US-amerikanische Monarchie vorzubereiten. In deren Zentrum könnte stehen: Vize-Präsident JD Vance.
Die Alzette durchquert Luxemburg von Süden nach Norden. Ihr Zustand ist nach wie vor schlecht. Auch die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie kommt kaum voran. Eine Suche nach den Gründen.
Seit der Finanzkrise von 2008 macht der Luxemburger Staat regelmäßig jedes Jahr neue Schulden. Insgesamt 343 Millionen Euro hat er dafür allein letztes Jahr an Zinsen an professionelle Investoren bezahlt. Mit einer neuen Anleihe sollen sich nun auch die Bürger beteiligen können. Die greifen kräftig zu.
Grönland steht wegen seiner Rohstoffe und seiner Lage geopolitisch unter Druck. Auf der Suche nach ökonomischer Unabhängigkeit besetzt ein Luxemburger eine strategisch wichtige Rolle.
Fünfzig Jahre nach ihrem Tod gehört die Kriminalschriftstellerin Agatha Christie längst zum englischen Kulturerbe. Ein Blick auf ihr Schaffen, ihr Wesen und ihr Verschwinden.