Luxemburg
Warum die Steuerreform mehr Verlierer schafft, als die Regierung behauptet
Hunderte Millionen Euro pro Jahr will die Regierung in eine Steuerreform investieren. Verlierer soll es keine geben, verspricht sie. Doch das ist nicht wahr, sagt Aline Schaltz. Es werde viel mehr Verlierer geben als gedacht. Zudem entstehen neue soziale Ungerechtigkeiten. Sie hat dazu eine Petition eingereicht.
Aline Schaltz: „Mit einem gewaltigen Budget wird versucht, eine große gesellschaftliche Veränderung voranzubringen“ Grafik: Tageblatt/Kim Kieffer
Lange Zeit hat es gedauert, jetzt kommt sie: Die Steuerreform, die die bisherigen Steuerklassen 1, 1A und 2 abschaffen und ab 2028 durch eine einheitliche, individuelle Steuerklasse ersetzen wird. Die Regierung argumentiert, das System werde fairer, moderner und sei neutral gegenüber unterschiedlichen Lebensmodellen. Um Nachteile für traditionelle Familien zu vermeiden, ist eine lange Übergangsphase geplant; Familien mit Kindern sollen über gezielte Ausgleichsmaßnahmen unterstützt werden.
Finanzminister Gilles Roth verspricht: „Kee wäert dobäi verléieren“ – „doch das ist nicht wahr“, sagt Aline Schaltz im Gespräch mit dem Tageblatt. Schaltz ist selbstständige Unternehmerin, Mutter zweier Kinder, und sitzt für die Grünen im Gemeinderat von Walferdingen.