Gesellschaftsreform

„Kee wäert dobäi verléieren“: Regierung will einheitliche Steuerklasse am 1. Januar 2028 einführen

Am 1. Januar 2028 will die CSV-DP-Regierung die einheitliche Steuerklasse einführen. Den am Dienstag im Parlament hinterlegten Gesetzentwurf soll die Kammer bis Ende dieses Jahres annehmen. Niemand soll bei der „gesellschaftspolitischen Reform“ verlieren, sagt der Finanzminister, für „traditionelle“ Familien gilt eine Übergangsregelung, Paare mit Kindern erhalten mehr staatliche Zuschüsse. 1,9 Milliarden Euro soll die Reform den Staat in den beiden ersten Jahren insgesamt kosten.

Max Hahn (DP) und Gilles Roth (CSV) bei der Pressekonferenz zur Steuerreform

Max Hahn (DP) und Gilles Roth (CSV) bei der Pressekonferenz zur Steuerreform Foto: Editpress / Fabrizio Pizzolante

Nach dem für sie turbulenten Jahr 2025 mit viel zivilgesellschaftlichem Widerstand, einer großen Gewerkschaftsdemonstration und schließlich der Auswechslung des Arbeits- und Sportministers im Dezember begann die CSV-DP-Regierung das neue Jahr mit Steuergeschenken. Gleich vier Minister stellten am Dienstagvormittag auf einer Pressekonferenz im Staatsministerium den Gesetzentwurf zur Einführung einer einheitlichen Steuerklasse ab dem 1. Januar 2028 vor. Samt familienfreundlichen Begleitmaßnahmen wie einer Erhöhung des Kindergeldes und von finanziellen Unterstützungen für einkommensschwache Familien sowie einer Reform des „Chèque-service accueil“. CSV-Premier Luc Frieden präsentierte die Maßnahmen als exemplarisch zur Umsetzung der Ziele der Regierung, die Kaufkraft zu erhöhen, die Wirtschaft zu fördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. CSV-Finanzminister Gilles Roth sprach von einer „Gesellschaftsreform“, DP-Familienminister Max Hahn von einem „Paradigmenwechsel“.

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