„Ma wou si mer drun!“, sagt Josy Arens öfters während unseres Gespräches. Den Satz äußert der Bürgermeister von Attert und Abgeordnete des belgischen Föderalparlaments nicht unbedingt als Frage, sondern als Ausdruck seines Unverständnisses über das Benehmen seines Landes dem Nachbarland gegenüber – Luxemburg. Natürlich geht es um die Grenzschließung, allgemein aber auch um die Wertschätzung Brüsseler Autoritäten angesichts der Zusammenarbeit im belgisch-luxemburgischen Grenzgebiet und um den plumpen Versuch einer belgischen Ministerin, Atommülldeponien entlang der Grenze zu planen. Auf die Frage, wann die Luxemburger wieder zum Markt nach Arlon oder auf belgische Wanderwege kommen können, kann er im Tageblatt-Gespräch kein Datum nennen.
30.05.2020