Centre d’égalité de traitement

Von der Politik im Stich gelassen

Mittel, Sichtbarkeit, Kompetenzen, Gewicht und Bedeutung: Dem „Centre d’égalité de traitement“ (CET) fehlt es derzeit an vielem. So werden im Gespräch mit betroffenen Vertretern der Zivilgesellschaft immer wieder die gleichen Kritiken laut. Unter dem Strich fehlt es dem Zentrum für Gleichbehandlung vor allem aber an der nötigen Unterstützung von oben, um im Kampf gegen Diskriminierung auch wirklich ernst genommen zu werden.

Schwerwiegende Mängel wurden bei der Konferenz „Being Black in Luxembourg“ offenbart. Darunter auch der Umstand, dass das CET kaum Mittel hat, um seiner Mission gerecht zu werden. Passiert ist seitdem aber nichts. 

Schwerwiegende Mängel wurden bei der Konferenz „Being Black in Luxembourg“ offenbart. Darunter auch der Umstand, dass das CET kaum Mittel hat, um seiner Mission gerecht zu werden. Passiert ist seitdem aber nichts.  Foto: Editpress/Julien Garroy

Das weiß auch Direktorin Nathalie Morgenthaler, die sich seit Jahren dafür einsetzt, dass das CET von den Entscheidungsträgern als wichtiger Partner wahrgenommen wird. Mit teils ernüchternden Ergebnissen, wie die Leiterin des staatlichen Zentrums für Gleichbehandlung gegenüber dem Tageblatt verrät: „Man wird einfach nicht wahrgenommen!“, so Morgenthaler. Damit bestätigt die Leiterin des CET auch die Kritik, die 21 Vertreter der Zivilgesellschaft zuletzt in einem offenen Brief an Premierminister Xavier Bettel und Chamber-Präsident Fernand Etgen (beide DP) geäußert hatten.

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