Paulette Lenert wechselt in den Staatsrat

„D’Ekipp soll sech sou opstellen, wéi wann ech net Spëtzekandidatin wär“

Nach der Kritik des ehemaligen Parteimanagers Ben Streff hat die durch eine Krankheit geschwächte LSAP-Abgeordnete Paulette Lenert entschieden, vom Parlament in den Staatsrat zu wechseln. Die Erwartungen, sie werde erneut Spitzenkandidatin, kann die in Umfragen zweitbeliebteste Politikerin Luxemburgs derzeit nicht erfüllen. Ihre politische Zukunft lässt die frühere Gesundheitsministerin indes offen.

Paulette Lenert spricht über ihren möglichen Wechsel in den Staatsrat am Ende ihrer aktiven politischen Karriere

Als Ende ihrer aktiven politischen Karriere sieht Paulette Lenert ihren Wechsel in den Staatsrat „nicht unbedingt“ Foto: Editpress/Claude Lenert

„Dat huet eis ëmmer staark gemaach, dass mer eng Ekipp sinn, dass mer net engem nolafen, mee dass mer als Ekipp dat verkierperen, dat wierklech liewen, wat mer als bescht fir eist Land an engem Walprogramm aschreiwen“, antwortete der Mitte März neu gewählte Co-Parteipräsident Georges Engel am Dienstagabend im RTL Télé auf die Frage, wer Spitzenkandidat der LSAP für die Kammerwahl 2028 werden wird. Fast zur gleichen Zeit bestätigte der Generalrat der Sozialisten mit 37 von 38 möglichen Stimmen die Kandidatur der letzten LSAP-Spitzenkandidatin Paulette Lenert (57), um den 2019 von den Grünen nominierten Yves Wagener im Staatsrat zu ersetzen, der Mitte März auf eigenen Wunsch zurücktrat (eine Gegenkandidatur lag nicht vor). Die vom Staatsrat Ende März veröffentlichten beiden Profile sind auf Paulette Lenert zugeschnitten. Bis 19. Mai muss die studierte Juristin ihre Kandidatur einreichen, zwei Tage später soll die Abgeordnetenkammer darüber abstimmen, noch vor Pfingsten könnte sie vereidigt werden. Am Dienstagmorgen hatte Reporter gemeldet, die Regierung habe Paulette Lenert vor einem Monat vorgeschlagen, Generalkommissarin des Luxemburger Pavillons für die Weltausstellung 2030 in Riad, Hauptstadt des Königreichs Saudi-Arabien, zu werden. CSV-Premier Luc Frieden und DP-Vizepremier Xavier Bettel würden sich über ihre Kandidatur „freuen, weil es eine starke Kandidatur wäre“.

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