„Melania würde ihm böse sein“
Was Donald Trump einst über Xavier Bettel und Gauthier sagte
Eine ungewöhnliche Bemerkung vor rund 300 Menschen: Xavier Bettel erinnert sich an eine Begegnung mit Donald Trump bei der NATO. Dabei spielte auch sein Mann Gauthier Destenay eine Rolle.
Zwei ungleiche Paare, eine unerwartete Freundschaft? Fotos AFP; Alain Rischard/Editpress
Donald Trump und Xavier Bettel haben sich während ihrer politischen Laufbahn mehrfach getroffen. Eine Begegnung ist dem heutigen luxemburgischen Außenminister besonders in Erinnerung geblieben. Sie spielte sich bei einer NATO-Sitzung ab und hatte ausgerechnet mit Melania Trump und Bettels Ehemann Gauthier Destenay zu tun.
In einem ausführlichen Interview mit dem Tageblatt, in dem es vor allem um den Nahostkonflikt, die US-Politik und Luxemburgs Rolle auf internationaler Ebene ging, wurde Bettel auch nach seinem persönlichen Verhältnis zu Donald Trump gefragt.
Bei der NATO: Donald Trump spricht über Melania und Gauthier Destenay
Der US-Präsident habe bei einer NATO-Sitzung einmal erklärt, Luxemburg tue nicht besonders viel für das Militärbündnis, erzählt Bettel. Doch Trump habe seine Kritik mit einer ungewöhnlichen Bemerkung verbunden: Melania würde ihm böse sein, wenn er böse zu Bettel wäre. Der Grund dafür sei die Freundschaft zwischen Melania Trump und Gauthier Destenay gewesen.
„Gauthier hat sich mit Melania sehr gut verstanden“, erinnert sich Bettel. Trump habe die Bemerkung vor „etwa 300 Leuten“ gemacht.
Xavier Bettel über sein Verhältnis zu Donald Trump und Marco Rubio
Ein besonders enger Kontakt zu Trump sei daraus nicht entstanden. „Seine Handynummer habe ich allerdings nicht“, sagt Bettel. Der US-Präsident gehöre nicht zu seinen regelmäßigen Gesprächspartnern.
Mit dem heutigen amerikanischen Außenminister Marco Rubio komme er dagegen „ziemlich gut“ aus. „Mit ihm kann man reden“, sagt Bettel.
Bettel hat während seiner Regierungszeit mit mehreren US-Präsidenten zu tun gehabt. Seine Zeit als Premierminister begann unter Barack Obama und endete unter Joe Biden. Dazwischen lag Trumps erste Amtszeit.
Trotz persönlicher Kontakte: Bettel kritisiert die US-Politik im Iran
Dass persönliche Bekanntschaften politische Meinungsverschiedenheiten nicht ausschließen, machte Bettel im Interview mit dem Tageblatt ebenfalls deutlich. Er berichtete etwa, dass er Rubio bei einer NATO-Sitzung wegen der amerikanischen Angriffe auf den Iran ohne internationales Mandat kritisiert habe. Das Völkerrecht dürfe nicht nur gelten, wenn es den USA gerade passe.
Auch gegenüber der amerikanischen Botschafterin in Luxemburg, Stacey Feinberg, nehme er kein Blatt vor den Mund. Wenn er ihr etwas sagen müsse, dann sage er es. „Ohne Problem.“
Das gesamte Interview lesen Sie Sonntagabend online und am Montag in Ihrem gedruckten Tageblatt.
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