Mehr als 400.000 Euro an Steuergeldern sind weg, doch auch nach vier Monaten bleiben in Differdingen zentrale Fragen offen. Der Fall zeigt nicht nur Schwächen bei den Abläufen, sondern auch bei der politischen Aufarbeitung.
Das Architektenbüro, dessen Server von Betrügern gehackt wurden, hatte Kunden vor dem Angriff gewarnt. Ob auch Differdingen informiert wurde, bleibt offen. Dort entstand ein Schaden von mehr als 400.000 Euro.
Drei Tage nach der falschen Rechnung, durch die Differdingen mehr als 400.000 Euro verlor, erhielt Düdelingen eine verdächtige Rechnung im Namen desselben Architektenbüros. Dort griffen jedoch die Schutzmechanismen der Gemeinde.
Trotz einer „No Match“-Warnung überwies die Gemeinde Differdingen mehr als 400.000 Euro auf das Konto von Betrügern. Bürgermeister Guy Altmeisch hält die internen Prozeduren dennoch grundsätzlich für sicher.
Sie verloren im vergangenen Sommer ihr Geld und wurden von ihren Banken im Stich gelassen. Nun wollen zahlreiche Betrugsopfer aus Luxemburg ihre Forderungen vor Gericht durchsetzen.