Neue Details im Betrugsfall Differdingen
Das gehackte Architektenbüro hatte Kunden über den Cyberangriff informiert
Das Architektenbüro, dessen Server von Betrügern gehackt wurden, hatte Kunden vor dem Angriff gewarnt. Ob auch Differdingen informiert wurde, bleibt offen. Dort entstand ein Schaden von mehr als 400.000 Euro.
Nicht nur das ehemalige Rathaus ist mittlerweile aus dem Differdinger Stadtbild verschwunden: Auch etwas mehr als 400.000 Euro fehlen Foto: Editpress-Archiv/Julien Garroy
Hätte der Betrugsfall in Differdingen verhindert werden können? Nach neuen Recherchen des Tageblatt stellt sich diese Frage umso mehr: Das betroffene Architektenbüro hatte zumindest die Stadt Düdelingen und andere Kunden über den Hackerangriff informiert.
Der Schaden in Differdingen ist, wie Bürgermeister Guy Altmeisch (LSAP) vergangene Woche im Gemeinderat erklärte, beträchtlich: 407.755,74 Euro überwies die Stadt auf das Konto der Betrüger. Die Täter hatten sich zuvor Zugang zu den Servern eines Architektenbüros verschafft und anschließend E-Mails fingiert, um der Gemeinde eine neue Bankverbindung für eine offene Rechnung mitzuteilen. Auch in Düdelingen hatten Unbekannte im Mai, drei Tage nachdem die Rechnung in Differdingen eingegangen war, eine ähnliche Masche versucht. Die Sicherheitssysteme der Gemeinde verhinderten dies jedoch. Und: Das betroffene Architektenbüro informierte die Stadt über den Hackerangriff, wie Bürgermeister Dan Biancalana (LSAP) dem Tageblatt bestätigt.