Phishing-Angriff

Sekundarschüler in Luxemburg müssen ihr IAM-Passwort zurücksetzen

Nach einem Phishing-Versuch müssen Luxemburgs Sekundarschüler ihr IAM-Passwort zurücksetzen. Das Bildungsministerium will so mögliche Sicherheitsrisiken eindämmen.

Cyberkriminelle haben es auf Luxemburgs Sekundarschüler abgesehen

Cyberkriminelle haben es auf Luxemburgs Sekundarschüler abgesehen Symbolfoto: Magnific/pvproductions

Das Bildungsministerium hat erst am Montag vor Cyberkriminellen gewarnt, die gezielt Schüler und ihre Eltern ins Visier nehmen. Nun sollen Luxemburgs Sekundarschüler aus Sicherheitsgründen ihr IAM-Passwort zurücksetzen. Darüber informierte das Ministerium die Luxemburger Lyzeen am Donnerstagabend. Grund ist ein Phishing-Versuch, wie aus der Nachricht, die dem Tageblatt vorliegt, hervorgeht.

Mehrere Schüler erhielten demnach per E-Mail Links zu einer gefälschten Version der Seite education.lu. Dort seien sie aufgefordert worden, ihren Benutzernamen und ihr Passwort einzugeben. Weil die genaue Anzahl an betroffenen Schülern unklar sei, sei es notwendig, dass alle Schüler ihre Passwörter zurücksetzen.

Abmeldung bei versäumter Frist

Eltern sollen zudem sicherstellen, dass das Passwort ihrer Kinder geändert wird – direkt über iam.education.lu. Das Ministerium betont, dass Schüler sich nur dann anmelden können, wenn sie den neuen Aktivierungscode erhalten und ihr Konto reaktiviert haben.

Wer sein Passwort bis Freitag um 16 Uhr nicht angepasst hat, wird laut Ministerium automatisch aus allen mit dem IAM verbundenen Diensten abgemeldet. Die nächste Anmeldung leite in diesen Fällen automatisch zur Passwortzurücksetzung weiter. Schüler, die ihr Passwort vergessen haben, müssen einen neuen Aktivierungscode anfordern.

Technische Probleme auf der Website iam.education.lu könnten die Einhaltung der Frist allerdings erschweren. Besucher wurden am Freitagnachmittag (Stand: 14.30 Uhr) über ein Banner aufgefordert, zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu versuchen, die Seite aufzurufen.

Djuna Bernard fordert Aufklärung

Eine Reaktion aus der Politik ließ nicht lange auf sich warten. In einer dringenden parlamentarischen Anfrage erkundigt sich Djuna Bernard („déi Gréng“) noch am Freitag nach dem Vorfall. Darin fragt sie, warum nur Schüler der Sekundarstufe ihr Passwort zurücksetzen müssen, was passiert, wenn sie die Frist verpassen, und welche Hilfe Schüler und Eltern bekommen, die das Passwort nicht rechtzeitig zurücksetzen können. Eine Antwort des zuständigen Ministers steht noch aus. (les)

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