Luxtrust-Betrug

Wie viel Schuld trägt die Bank? Der Kampf ums Geld geht vor Gericht weiter

Sie verloren im vergangenen Sommer ihr Geld und wurden von ihren Banken im Stich gelassen. Nun wollen zahlreiche Betrugsopfer aus Luxemburg ihre Forderungen vor Gericht durchsetzen.

Zahlreiche Betroffene fanden sich im vergangenen Jahr zu einer Arbeitsgruppe zusammen

Zahlreiche Betroffene fanden sich im vergangenen Jahr zu einer Arbeitsgruppe zusammen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Vor etwas mehr als einem Jahr meldete sich Juliana Mondot Sebastiani beim Tageblatt. Sie war Opfer einer Betrugsmasche beim Online-Banking geworden – und verlor dabei 8.800 Euro. Ihr Fall war kein Einzelfall: Innerhalb weniger Tage meldeten sich weitere Betroffene, denn auch ihnen waren Tausende Euro vom Konto abgebucht worden. Sie alle fühlten sich von den Banken im Stich gelassen. Mehr als 80 Menschen aus Luxemburg schlossen sich daraufhin zusammen, um gemeinsam Gerechtigkeit zu fordern und die Finanzinstitute zur Rechenschaft zu ziehen. Doch was ist aus den Fällen und Forderungen der Betroffenen geworden? Darüber hat das Tageblatt am Donnerstag mit Rechtsanwalt Marc Theisen gesprochen.

Theisen vertritt etwa 40 betroffene Betrugsopfer. Zusammen wollen sie klären, wie möglichst viele Betroffene zu ihrem Recht kommen können und in welcher Form eine Möglichkeit besteht, dass die Banken ihnen ihr Geld erstatten. Das Geld von den eigentlichen Tätern zurückzubekommen, bezeichnete Theisen als „utopisch“. Entscheidend sei deshalb die Frage nach der Verantwortung der Finanzinstitute.

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