Dass ausgerechnet der französische Militärgeneral Napoléon Bonaparte, der sich selbst zum Kaiser ernannte, das Filmschaffen so sehr fasziniert, mag verwundern – rund zwanzigmal wurde die historische Persönlichkeit für den Film adaptiert. Immer sind diese Adaptionen von Superlativen gekennzeichnet: Da gibt es die Stummfilm-Version von Abel Gance, episch erzählt, prächtig in der Ausstattung, oder noch „Waterloo“ von Sergey Bondarchuk aus dem Jahr 1970, der sich auf die letzte vernichtende Schlacht des Generals konzentriert. Stanley Kubricks ambitioniertes Projekt etwa wurde nie fertiggestellt. Die Ansprüche, das Leben Napoléon Bonapartes auf die Leinwand zu bringen, sind seit jeher ein erzählerisch gewagtes und kostspieliges Unterfangen.
24.11.2023