Luxemburg

Weihnachtsmarkt feierlich eröffnet: „So etwas kennen wir in Indien nicht“

Am Freitag schaltete die Stadtbürgermeisterin offiziell die Weihnachtsbeleuchtung an und eröffnete somit feierlich in Anwesenheit der Schöffen- und Gemeinderatsmitglieder und politischer Prominenz den hauptstädtischen Weihnachtsmarkt. Das Tageblatt sprach mit den Besuchern über ihre Eindrücke.

Los geht’s: Bis zum 7. Januar kann man die winterliche Zeit mit Weihnachtsdeko, gastronomischen Spezialitäten und einem Besuch auf der Eisbahn im städtischen Park genießen

Los geht’s: Bis zum 7. Januar kann man die winterliche Zeit mit Weihnachtsdeko, gastronomischen Spezialitäten und einem Besuch auf der Eisbahn im städtischen Park genießen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Tasmin (25) aus Oetringen ist begeistert von der Atmosphäre. Es sei schön, dass man im Winter wieder wisse, was man unternehmen könne. Hier könne man sich mit Freunden treffen, die Stimmung mit den Lichtern sowie die unterschiedlichen Düfte und das gastronomische Angebot genießen. Schlittschuhlaufen habe sie schon lange nicht mehr unternommen, dies stehe auf jeden Fall dieses Jahr auf dem Programm. Nach dem Besuch des Weihnachtsmarktes an der place d’Armes und bei der „Gëlle Fra“ wolle sie mit ihren Freundinnen noch das Ambiente auf der Kinnekswiss erkunden.

Paul, Anfang 60, ein Tourist aus Stockholm, verbringt ein paar Tage in Luxemburg. „Wir sind heute erst angereist und sind begeistert von diesem Weihnachtsmarkt.“ Das Ambiente sei einzigartig und unvergleichbar mit jenem von Weihnachtsmärkten in Schweden. Diese seien flächenmäßig weitaus kleiner, die Leute müssten sich durch die Märkte hindurchzwängen. Hier in Luxemburg stehe viel mehr Platz zwischen den Ständen zur Verfügung, was wiederum eine entspanntere Atmosphäre bieten würde. Besonders gut gefällt Paul und seiner Gattin das Angebot an Glühwein und alkoholischen Getränken. In Schweden sei der Verkauf von alkoholischen Getränken auf öffentlichen Veranstaltungen verboten. „Hier kann man herumflanieren und gemütlich einen Glühwein trinken, das gefällt mir sehr gut.“ Ein Highlight sei das gastronomische Angebot. In Schweden gebe es eher Fisch- und Rentierspezialitäten. Großartig sei auch die Auswahl an Süßwaren und Nachspeisen. Solche Leckereien wie Waffeln, Churros oder Pfannkuchen treffe man auf schwedischen Märkten eher nicht an. Dort gebe es vor allem Bonbons.

„Einzigartig in der Großregion“

Marilène (47) aus Wiltz ist zufällig in der Stadt unterwegs. „Ich war schon bestimmt zehn Jahre nicht mehr hier, aber der Weihnachtsmarkt ist immer noch schön.“ Das vielfältige gastronomische Angebot sei einzigartig in der Großregion. Das Angebot an selbst gemachter Weihnachtsdeko und Christbaumschmuck sei ihr aber im Vergleich zu Märkten im Ausland zu gering. „Was ich auch schade finde, ist, dass es keine Konzerte mehr auf dem Kiosk auf der place d’Armes gibt.“ Vor etlichen Jahren habe gerade dieses Ambiente und das Zusammensein unter dem überdachten Platz zu mehr Gemütlichkeit geführt.

Dinesh, ein 23-jähriger Inder aus Delhi, ist ebenfalls begeistert. „Ich wohne erst seit ein paar Monaten in Luxemburg. Was mich besonders erfreut ist die Gastfreundschaft im Allgemeinen und dann dieses Ambiente zur Winterzeit. Hier fühlt man sich wohl, man kann mit Freunden etwas essen und trinken, einfach zusammen sein. Sehr ungewohnt sind für mich die lokalen Spezialitäten, so etwas kennen wir in Indien nicht.“ Es sei einfach ein Genuss, jeden Tag könne man neue Köstlichkeiten ausprobieren, erzählt der junge Mann.

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