Geschichte zum Anfassen
Wie Dalheim zum archäologischen Klassenzimmer wird
Der große, lange Arbeitstisch des „Centre régional de recherche archéologique Dalheim“ (CRRA) ist bedeckt mit Fundstücken. Teile eines Gürtels für Männer aus der Keltenzeit um 100 v. Chr. liegen neben Gewandnadeln aus der Zeit des römischen Reiches um 200 bis 300 n. Chr. Klassifizierungen wie diese sind die Aufgabe der fünf Studenten aus Köln, die zum ersten Mal echte Fundstücke in den Händen halten.
Fundstücke wie diese zu identifizieren und zeitlich einzuordnen, ist die Arbeit eines Archäologen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Normalerweise sind archäologische Fundstücke in Museen ausgestellt. Gesichert und hinter Glasvitrinen, dürfen Besucher sie nicht berühren. Im Dalheimer „Centre“, einem von zwei Regionalzentren des „Institut national de recherches archéologiques“ (INRA), haben fünf Studenten noch bis heute die Gelegenheit, die Fundstücke zu archivieren. Das zweite INRA-Regionalzentrum befindet sich übrigens am Titelberg im Fond-de-Gras.