Shortlist bekannt
Wer neben Stephany Ortega, Veda Bartringer und Ninon Chancen auf die Lëtzebuerger Musekspräisser hat
Am Montag teilte das Kulturministerium die Shortlist der Lëtzebuerger Musekspräisser 2026 mit, die seit 2022 alle zwei Jahre verliehen werden - und löste damit ein Déjà-vu aus.
Hat Chancen auf den Lëtzebuerger Musekspräis: die Jazzmusikerin Veda Bartringer Foto: Mara Lippolis
Die Vergabe der dritten Lëtzebuerger Musekspräisser rückt näher. Nun hat das Kulturministerium die Namen der Künstler und Musikschaffenden bekanntgegeben, die es auf die Shortlist geschafft haben. Die Auswahl basiert auf den Vorschlägen von 84 Nominator aus der Kulturbranche. Unter den Kandidaten finden sich zahlreiche Namen, die bereits bei früheren Ausgaben nominiert oder sogar ausgezeichnet wurden.
Vom Nachwuchstalent zur Jazzgröße
So gewann der Trompeter Daniel Migliosi 2024 den Preis als bestes Nachwuchstalent und setzte sich damit gegen Veda Bartringer durch. Zwei Jahre später treten beide nun mit ihren Quartetten in der Kategorie „Op der Bün – Jazz/Blues/World Music“ gegen Dock In Absolut, Jambal und Reis Demuth Wiltgen (2022 in „Op der Bün“ nominiert) an.

Daniel Migliosi bei der Verleihung der Lëtzebuerger Musekspräisser 2024 Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Interessant ist an der Stelle auch, dass Jambal gleich doppelt Aussichten auf den Lëtzebuerger Museksspräis hat: Die Band steht nicht nur auf der Shortlist in der Jazz-Kategorie, sondern auch in der Sparte „Nowuesstalent“. Dort konkurriert sie mit Matis Griso, Eva Marija, Ninon (2024 in dieser Kategorie nominiert) und den Waffle Killers.
Erneut Chancen auf den Sieg
Zu den ehemaligen Preisträgern auf der Shortlist zählt neben Migliosi auch die Band Hunneg-Strëpp. Die Freizeitmusiker sind nach 2022 und 2024 erneut in der Kategorie „Fräizäitmusek“ nomninert. 2024 entschieden sie diese für sich. Diesmal erhält sie ähnliche Konkurrenz wie in den Vorjahren, denn ebenfalls nominiert sind die Fanfare Municipale Bonnevoie (2024 nominiert), Kollibri ASBL/Koll an Aktioun (2022 und 2024 nominiert), Nordvox und das Orchestre Place de l’Europe (2024 nominiert).
Shortlist auf einen Blick
Op der Bün: Musique classique et contemporaine (3.500 Euro)
Cathy Krier
Jean Muller
Stephany Ortega
Pascal Schumacher
United Instruments of Lucilin
Op der Bün: Jazz/Blues/World Music (3.500 Euro)
Daniel Migliosi (Quartet)
Dock in Absolute
Jambal
Reis Demuth Wiltgen
Veda Bartringer (Quartet)
Op der Bün: Musiques amplifiées (3.500 Euro)
Chris Maas
Francis of Delirium
Maz Univerze
Nosi
Tuys
Hannert der Bün (3.500 Euro)
Beast – Elvis Duarte
Tun Biever
Tom Gatti
Konektis Entertainment – David Galassi
Charel Stoltz
Beschten/ Komponist/in (3.500 Euro)
Ivan Boumans
Catherine Kontz
Marco Pütz
Georges Sadeler
Tun Tonnar (Turnup Tun)
Nowuesstalent (2.500 Euro)
Matis Griso
Jambal
Eva Marija
Ninon
Waffle Killers
Fräizäitmusek (2.500 Euro)
Fanfare Municipale Bonnevoie
Hunneg-Strëpp
Kollibri ASBL / Koll an Aktioun
Nordvox
Orchestre Place de l‘Europe
In der Kategorie „Op der Bün: Musiques amplifiées“ tauchen mit Francis of Delirium und Maz Univerze ebenfalls zwei Namen auf, die bei früheren Ausgaben der Lëtzebuerger Musekspräisser eine wichtige Rolle gespielt haben. Beide waren 2022 zwei Mal nominiert („Nowuesstalent“, „Op der Bün“). Maz gewann in der damaligen Sammelkategorie „Op der Bün“. Francis of Delirium zog 2024 nach und nahm die Auszeichnung in der neu geschaffenen Unterkategorie „Musiques amplifiées“ entgegen. Nun treffen beide erneut aufeinander. Komplettiert wird die Shortlist durch Chris Maas (2024 nominiert), DJ Nosi (2024 als „Nowuesstalent“ nominiert) und die Band Tuys (2022 nominiert).

Nahm den Preis in der Kategorie „Op der Bün“ 2024 entgegen: Francis of Delirium Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Ähnlich verhält es sich mit den Kandidaten der Kategorie „Hannert der Bün“: Auch hier sind ehemalige Preisträger und Nominierte zu finden. Mit den Musikunternehmen Beast von Elvis Duarte (2022 gewonnen, 2024 nominiert) und Konektis Enterainment von David Galassi (2022 nominiert) stehen außerdem zwei eng miteinander verbundene Unternehmen auf der Shortlist. Beide teilen sich einen Firmensitz in Strassen, zudem ist Duarte als Booking Agent für Konektis tätig. Darüber hinaus vertritt Beast mehrere Künstler, die in den anderen Kategorien der Lëtzebuerger Musekspräisser vertreten sind, darunter Maz Univerze und Nosi.
Duarte und Galassi müssen sich gegen Tom Gatti und Charles Stoltz (beide 2022 und 2024 nominiert) sowie Tun Biever durchsetzen, der ebenfalls als Mitglied von Tuys nominiert ist und 2022 mit seinem Label „Two Steps Twice“ auf der Shortlist stand.
Mehrfach nominiert, doch nicht ausgezeichnet
In der Kategorie „Op der Bün – Musique classique et contemporaine“ fehlen dagegen frühere Preisträger. Stattdessen sind Cathy Krier, Jean Muller, Stephany Ortega, Pascal Schumacher und United Instruments of Lucilin nominiert. Krier, Schumacher und Lucilin gingen allerdings schon 2024 ins Rennen um die Auszeichnung.
Neu ist in diesem Jahr hingegen die Kategorie „Beschte Komponist“. Für die Premiere wurden Ivan Boumans, Catherine Kontz, Marco Pütz, Georges Sadeler und Tun Tonnar (Turnup Tun) nominiert.
Wer entscheidet
Der mit 10.000 Euro dotierte „Nationale Musekspräis“, der das Lebenswerk und das Engagement für die luxemburgische Musikszene würdigt, wird direkt von einer Fachjury vergeben. Dieser gehören in diesem Jahr Nicole Bausch (Nicool), Pol Belardi, Luc Boentges, Véronique Nosbaum, Danielle Roster, Irem Sosay (Irem) und Claude Weber an.

Die Musikerin Nicole Bausch, bekannt als Nicool, ist Teil der Jury der Lëtzebuerger Musekspräisser 2026 Foto: Carole Theisen
Die Verleihung der dritten Lëtzebuerger Musekspräisser findet am Mittwoch, dem 9. Dezember, um 19:30 Uhr in der Rockhal in Esch-Belval statt. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich.