Klangwelten zwischen Dystopie und Kosmos

Wie klingt ein schwarzes Loch?

Nico Pleimling war jahrelang eine Stimme in der Luxemburger Radiolandschaft. Nach einem schweren gesundheitlichen Schicksalsschlag widmet sich der 56-Jährige heute ganz der Kunst. Ein Porträt über einen Neuanfang zwischen Dystopie und Kosmos.

Nico Pleimling agiert unter dem Künstlernamen „Irîs“

Nico Pleimling agiert unter dem Künstlernamen „Irîs“ Foto: Editpress/Lisa Goedert

„Wie klingt es, wenn das Licht langsam in ein schwarzes Loch hineingesogen wird?“ Es sind Fragen wie diese, die Nico Pleimling heute antreiben. Wer sich mit dem 56-Jährigen unterhält, blickt auf einen Mann, der sein Schicksal in Schöpferkraft verwandelt hat.

Anfang der 2000er-Jahre arbeitete er als Journalist für Radio 100,7, den DNR und die Tageszeitung Lëtzebuerger Journal, bevor er beruflich neue Wege einschlug. Im Februar 2022 infizierte er sich dann trotz Dreifachimpfung mit Covid-19 – der Beginn einer Abwärtsspirale. Es folgte eine zermürbende Odyssee von Arzt zu Arzt, bis klar war: Diagnose Post-Covid. Seine aktive berufliche Laufbahn war vorbei. Je nach Tagesform bleiben ihm heute knapp zwei bis drei Stunden, in denen er sich überhaupt fokussieren kann.

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