Musik
Jana Bahrich von Francis of Delirium über Frauen im Alternative-Rock und toxische Maskulinität
Im Rahmen des hundertjährigen Frauenwahlrechts hat der Screaming Fields Contest junge Musiker*innen gefragt, einen Song über das Thema Gleichberechtigung und Demokratie zu schreiben. Gewonnen hat die luxemburgisch-nordamerikanische Band Francis of Delirium mit ihrem „Equality Song“ – einem inhaltlich wütenden, musikalisch klassischen Indie-Track. Das Tageblatt hat sich mit der jungen Sängerin und Gitarristin Jana Bahrich unterhalten.
Sängerin und Gitarristin Jana Bahrich hofft, dass sich Frauen mit ihrem Song identifizieren können und selbstsicherer werden Foto: Lynn Theisen
„Sometimes it feels like a fact of life / You’re born, get your period and / You’ll get raped sometime / Even young you learn / That some of us have this / Predatory vice / You’ll get followed home at night.“ Mit stürmischen akustischen Gitarren, einer mitreißenden Gesangsmelodie und expliziten, anprangernden Zeilen vermittelt der „Equality Song“ von Francis of Delirium, die mit diesem äußerst direkten Track den Screaming Fields Song Contest gewonnen haben, eine unbehagliche, dringliche Botschaft: Toxische Maskulinität ist nach wie vor ein allgegenwärtiges Problem – und Gleichberechtigung aufgrund der Allmacht eines systemischen, tief verankerten Patriarchats immer noch eine Illusion.