Milchproduktion

Tinte trocken: 50 Milchbauern unterschreiben ihre Zukunft bei Luxlait

Nun ist es offiziell: 50 luxemburgische Bauern liefern künftig ihre Milch an Luxlait. Das Unternehmen ist stolz auf die Lösung – und sieht Verantwortung bei den Verbrauchern.

Die Lieferungen an Luxlait sollen im April 2027 beginnnen

Die Lieferungen an Luxlait sollen im April 2027 beginnnen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

50 Prolek-Bauern haben Verträge mit der belgischen Genossenschaft Solarec – an der Luxlait Anteile hält – unterzeichnet. Ab dem 1. April 2027 werden die Betriebe ihre Milch liefern, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Damit endet für die 50 Betriebe eine mehrmonatige Hängepartie. Im Sommer hatte die französische Molkerei Ekabe angekündigt, ihre Zusammenarbeit mit 68 luxemburgischen Milchbauern zum 31. März 2027 zu beenden. Sechs der Betriebe beschlossen, ihre Tätigkeit zu beenden. Für fünfzig Betriebe geht es nun in dem von Luxlait geschaffenen System weiter.

Luxlait: Lösung mit erheblichen Kosten und Risiken verbunden

„Noch vor wenigen Monaten dachten viele, dass eine Lösung dieser Größenordnung innerhalb der verfügbaren Frist nicht möglich wäre. Heute sind die Verträge abgeschlossen, 50 Erzeuger haben uns ihr Vertrauen geschenkt und verfügen nun über einen gesicherten Absatzmarkt“, wird Luxlait-CEO Gilles Gérard in der Mitteilung zitiert.

Diese Lösung schütze landwirtschaftliche Betriebe und Familien, sei für Luxlait jedoch auch mit erheblichen Kosten, Risiken und Verpflichtungen verbunden, so die Genossenschaft.

Jeder Verbraucher, jeder Händler, jedes Unternehmen und jedes Restaurant könne dazu beitragen, die luxemburgische Agrar- und Lebensmittelbranche zu unterstützen, hieß es in der Mitteilung weiter. (tis)

Tinte trocken: 50 Milchbauern unterschreiben ihre Zukunft bei Luxlait
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© Foto: Vincent Lescaut/L'essentiel

1 Kommentare
Guy Mathey 08.10.202610:30 Uhr

Wirklich absolut positiv, dass eine einheimische, genossenschaftliche Lösung gefunden wurde. Wichtig ist, dass künftig die Vorteile der Produktionsgenossenschaft stärker in den Fokus gerückt werden, ist sie doch vorteilhaft, sowohl für Konsument*in wie für Produzent*in.
Bleibt zu wünschen, dass die einheimischen Milchprodukte, welche aktuell bereits gut auf dem Markt vertreten sind, künftig noch mehr Absatz finden werden. Ein Grund mehr, lokale Produkte zu kaufen und etwa solche von Müller-Milch, dem AFD-Faschisten-Unterstützer oder Lactalis künftig im Regal zu belassen.

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