Enovos League

Relegation geht weiter: Musel Pikes erkämpfen sich ein drittes Spiel

Nach der 79:89-Auftaktniederlage in der „Best of three“-Relegation haben die Musel Pikes eindrucksvoll zurückgeschlagen. Mit einem 97:86-Erfolg glichen die Moselaner die Serie aus, sodass es am Samstag in Heffingen zum entscheidenden Showdown kommt.

Jaylen Key und die Musel Pikes zeigen perfekte Reaktion bei spannendem Sportereignis

Jaylen Key und die Musel Pikes schafften die perfeke Reaktion Foto: Editpress/Jeff Lahr

Nach dem doch etwas überraschenden Sieg von Heffingen in der ersten Partie standen die Musel Pikes unter Druck. Die Gastgeber, die verletzungsbedingt auf Sam Streef verzichten mussten – er war am Freitag nach nur 13 Minuten ausgeschieden –, präsentierten sich jedoch wie ausgewechselt.

„Wir standen mit dem Rücken zur Wand, uns war klar: Wenn wir nicht hundert Prozent geben, ist es vorbei und wir spielen kommende Saison in der Nationale 2. Im Verein wird während der Saison hart für uns gearbeitet, deshalb ist es unsere Aufgabe, etwas zurückzugeben, indem wir den Klassenerhalt schaffen“, so ein erleichterter Tom Welter. „Auch wenn Heffingen immer wieder zurückgekommen ist, hat jeder den Einsatz gezeigt, den wir benötigten, um ein drittes Spiel zu erzwingen. Jeder erhält das Vertrauen des Trainers. Und Respekt an Enzo (Sanna, Anm. d. Red.), der nach der Verletzung von Sam Streef seine Chance genutzt hat“, fügte der Pikes-Kapitän hinzu.

Sanna nutzt Chance

Bei Heffingen fehlten Jordan sowie Trainer Alexis Kreps aus privaten Gründen. José Costa übernahm an der Seitenlinie. Bei den Musel Pikes kehrte Ange Konan Oth derweil zurück, nachdem er die erste Partie verletzungsbedingt verpasst hatte.

Im Überblick

Relegation („Best of three“):
1. Spiel:
Heffingen - Musel Pikes 89:79
2. Spiel:
Musel Pikes - Heffingen 97:86
3. Spiel, Samstag, 23. Mai:
20.00: Heffingen - Musel Pikes

Die Moselaner starteten konzentriert in die Partie. In den Anfangsminuten lieferten sich beide Mannschaften ein ausgeglichenes Duell (16:17), ehe die Moselaner mit einem 15:3-Lauf bis zur ersten Viertelpause ein erstes Zeichen setzten (31:20). Profi-Spieler Hammond (14 Punkte) und Sanna (8 Punkte) setzten dabei im offensiven Bereich Akzente. Zudem präsentierten sich die Musel Pikes treffsicher von der Dreierlinie (6/11), während Heffingen lediglich einen von zehn Distanzwürfen verwandelte. Die Moselaner begannen das zweite Viertel mit einem weiteren Dreier von Key. Die Gäste, die sich zu viele Ballverluste leisteten, liefen dem Rückstand hinterher. Die Moselaner waren hingegen nicht zu stoppen. Bereits vor der Pause gelang es den Musel Pikes, den Vorsprung auf 25 Punkte zu schrauben (60:35, 19‘).

Nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren die tonangebende Mannschaft. Welter und Co. gelang es im dritten Durchgang, den Vorsprung konstant auf 20 Punkte zu halten. Die Vorentscheidung schien bereits gefallen, doch Heffingen zeigte weiterhin Kampfgeist und startete mit einem 8:0-Lauf in das Schlussviertel (81:68). In einer hektischen Schlussphase kamen die Gäste bis auf elf Zähler heran (84:73, 35‘). Die Gastgeber zeigten eine Reaktion (91:75), doch die USH ließ nicht locker (93:84, 90‘‘ vor Schluss). Die Pikes blieben allerdings konzentriert, so dass man den Sieg sicher ins Ziel brachte.

„Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Die nötige Energie war nicht vorhanden. Hinzu kam, dass die Musel Pikes gefühlt alles trafen. Wenn man bereits zur Halbzeit 60 Punkte kassiert und mit 22 Zählern zurückliegt, wird es extrem schwierig. Die zweite Hälfte war zwar besser, aber insgesamt nicht gut“, analysierte Kapitän Charel Oly, der unterstrich, dass sein Team am Samstag ein anderes Gesicht zeigen muss.

Statistik

„T“-Bestnote: Jaylen Key (Musel Pikes)
Viertel: 31:20, 29:18, 21:22, 16:26
Musel Pikes: Hammond 31, Key 27, Sanna 14, Konan Oth 10, Welter 9, Kerschen 4, Macalu 2, Mustafic 0
Heffingen: Washington 29, Parker 19, Quarry 19, Schuder 10, Bourgeois 7, Oly 2
Schiedsrichter: Muho/Kerschen/Ntasis
Zuschauer: 450 zahlende

Wechsel-Neuigkeiten

Während Heffingen und die Musel Pikes noch um den letzten Platz in der Enovos League kämpfen, befinden sich andere Mannschaften schon mitten in der Vorbereitung für die kommende Saison. Nachdem Walferdingen bereits die Vertragsverlängerung von Oliver Vujakovic angekündigt hatte, kann der Klub aus dem Alzette-Tal nun auch die ersten Neuverpflichtungen vermelden. So wird Mykolas Maindron vom Pokalsieger Fels zur Résidence wechseln. Der 21-Jährige kehrte nach einer kleinen Auszeit im Januar zum Pokalsieger zurück, kam aber nicht wirklich zu vielen Einsätzen. Mit Demarkus Stuckey steht zudem bereits der erste Profi-Spieler für die kommende Spielzeit fest. Der 31-jährige Guard spielte zuletzt in Serbien für Vojvodina Novi Sad.

Von der Arantia kam derweil die Neuigkeit, dass der Klub mit Trainer Karolis Abramavicius verlängert hat, der das Herrenteam somit in seiner dritten Saison betreuen wird. (J.Z.)

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