Basketball

Tom Welter zwischen Vertragsverlängerung und Krimi-Sieg

Sie sind derzeit das Team der Stunde: In den letzten Wochen haben sich die Musel Pikes wieder nach oben gekämpft und mit dem Krimi-Sieg gegen Mamer nun den ersten Platz im Play-down erobert. Auch die Vertragsverlängerung von Tom Welter dürfte dabei für zusätzliche Motivation gesorgt haben.

Tom Welter hat bereits für die nächste Saison bei den Musel Pikes unterschrieben

Tom Welter hat bereits für die nächste Saison bei den Musel Pikes unterschrieben Foto: Editpress/ Fernand Konnen

Die Beine waren bei Tom Welter nach dem spektakulären Krimi in Mamer am Montag noch schwer. Gleich zwei Verlängerungen waren nötig, bis die Partie durch einen Distanzwurf von Marko Mustafic mit der Schlusssirene entschieden wurde. Ein Spiel, das auch beim routinierten Pikes-Spieler noch lange in Erinnerung bleiben wird – und das die Erfolgsserie seiner Mannschaft fortsetzt.

Die Moselaner sind im Play-down derzeit jedenfalls das Team der Stunde und inzwischen seit fünf Spielen ungeschlagen. Zunächst beendeten Welter und Co. die reguläre Saison mit drei Siegen, in der Abstiegsgruppe wurden anschließend auch die beiden Partien gegen Contern und Mamer gewonnen.

„Wir haben endlich die beiden Amis gefunden, die einen positiven Einfluss auf unser Spiel haben. Wenn wir Punkte brauchen, sind sie fähig, selbst Chancen zu kreieren, doch sie ermöglichen auch uns luxemburgischen Spielern Freiräume, die wir nutzen können“, erklärt der Kapitän die positiven Veränderungen der letzten Wochen. „Das ist etwas, das uns zuvor gefehlt hat.“

Bis auf den vorletzten Platz waren die Musel Pikes zwischenzeitlich abgerutscht, haben sich mit dem Sieg gegen Mamer jedoch vorerst auf den ersten Play-down-Platz nach vorne gearbeitet. Es ist ein Szenario, das Welter und seine Teamkollegen bereits kennen: Auch in den vergangenen beiden Jahren galten die Moselaner zwischenzeitlich fast schon als abgeschrieben, legten dann jedoch zum richtigen Zeitpunkt eine Aufholjagd hin – und sicherten sich am Ende über die Relegation den Klassenerhalt.

Wie hart es in der Abstiegsgruppe zugeht, in der nur der Erste den direkten Klassenerhalt feiern kann, weiß der 32-Jährige genau. So eng war es in den letzten Jahren allerdings nicht, wie er betont: „Da war es so, dass sich der Erste abgesetzt hatte und auch der Letzte hinten abfiel. Dieses Mal geht es zwischen den ersten drei Mannschaften allerdings so eng zu wie noch nie.“ Spannung ist also garantiert, und Welter ist sich bewusst, dass jede Niederlage am Ende entscheidend sein kann: „Jedes Spiel ist derzeit wirklich wie ein kleines Finale.“

Frühzeitig verlängert

Am Samstag steht zum Abschluss der Hinrunde das Duell gegen den Racing an. Der Sieger wird danach alleine an der Tabellenspitze stehen. Dass die Musel Pikes in den letzten Wochen ordentlich Selbstvertrauen getankt haben, dürfte inzwischen jeder mitbekommen haben. Und auch einige frische Körner kann das Team derzeit noch auspacken, wie Welter betont: „Es ist eine lange Saison, auch das Play-down zehrt an den Kräften. Es kann von Vorteil sein, dass wir ein Team sind, das mehr rotieren konnte und bei dem jeder Minuten gesammelt hat.“

Dass mit Mustafic dann auch ein Rotationsspieler am Sonntag den entscheidenden Buzzerbeater versenkte, spricht dafür. Auch die Erfahrung, die die Moselaner in den letzten Jahren im Abstiegskampf gesammelt haben, könnte am Ende mitentscheidend sein. Anders als 2024 und 2025 wollen die Pikes dieses Mal jedoch die Relegation möglichst vermeiden und ohne Extraspiele den Klassenerhalt feiern.

Zusätzliche Energie dürfte in den letzten Wochen auch die Nachricht gegeben haben, dass Welter und Sam Streef bereits vor Beginn des Play-downs für die nächste Saison verlängert haben und mit dem Team auch den Weg in die Nationale 2 gehen würden. „Eigentlich wollte ich aufhören, doch ich fühle mich gut und habe noch Lust, zu spielen“, erklärt der 32-Jährige, der lachend hinzufügt, dass er allerdings auch nicht mehr ewig weitermachen wird. „Gemeinsam mit Sam habe ich diese Entscheidung getroffen. Ich glaube, es war auch ein gutes Zeichen für den Verein, der sieht, dass wir die nötige Verantwortung übernehmen.“

Auch die Mitspieler dürfte diese Nachricht zusätzlich motiviert haben. Und so werden die Musel Pikes auch in den kommenden Wochen weiterkämpfen – selbst wenn sie dafür die eine oder andere Verlängerung in Kauf nehmen müssen.

Steinsel verlängert nicht mit Brandão

Noch ist die Amicale Steinsel im Rennen um den Meistertitel, in dem es für Alex Laurent und Co. nun mit dem Halbfinalduell gegen die Etzella Ettelbrück weitergeht. Doch bereits jetzt steht fest, dass der Klub in der nächsten Saison nicht mehr mit Head-Coach Daniel Brandão weitermachen wird. Dies gab der Klub am Montag bekannt. Der Portugiese saß in den letzten drei Spielzeiten bei den Herren auf der Trainerbank, feierte 2024 mit dem Verein auf Anhieb die Meisterschaft. Es war der bisher größte Erfolg von Brandão in Luxemburg.

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