Basketball

FLBB-Herren kassieren zweite Auswärtsniederlage

Nach der Niederlage am Freitag in Nordmazedonien mussten sich die FLBB-Herren am Montagabend auch im zweiten Auswärtsspiel in Irland knapp mit 85:91 geschlagen geben. Damit endet das zweite Zeitfenster für Luxemburg mit zwei Niederlagen. Dennoch bleibt das Team von Trainer Ken Diederich auf dem zweiten Tabellenplatz.

Clancy Rugg und FLBB-Herren feiern trotz Niederlage Tabellenplatz zwei vor letztem Saisonzeitfenster

Clancy Rugg und die FLBB-Herren gehen trotz der Niederlage als Tabellenzweiter in das letzte Zeitfenster Foto: FIBA

Für die FLBB-Herren war im Vorfeld klar, dass die Auswärtspartie gegen Irland das Schlüsselspiel in dieser Vorqualifikation sein würde. Und auch wenn die Iren ihre bisherigen drei Partien allesamt verloren hatten, waren die Luxemburger gewarnt, denn vor allem die knappe Niederlage am Freitag gegen Aserbaidschan dürfte den Gegner besonders geschmerzt haben.

So starteten die Gastgeber sofort mit einem Dreier in die Partie und zeigten den Luxemburgern, dass sie sich keineswegs locker abfertigen lassen würden. Die Anfangsphase gehörte zweifelsohne den Iren, die ein sicheres Händchen aus der Distanz zeigten und nach nur einer Minute schon mit 6:2 führten. Irland kombinierte schön, fand meist den freien Mann, um erfolgreich abzuschließen. Bei den FLBB-Herren war es vor allem Clancy Rugg, der sein Team offensiv im Spiel hielt. Dennoch hatte sich das Lokalteam nach nicht einmal sieben Minuten schon einen Neun-Punkte-Vorsprung erspielt (22:13).

Ab diesem Moment ging endlich ein Ruck durch die Luxemburger Auswahl, die sich nun aggressiver in ihrer Verteidigung zeigte und dem Konkurrenten kaum noch einfache Wurfmöglichkeiten jenseits der Dreier-Linie zugestand. Im offensiven Rebound behielten Kovac und Co. ebenfalls jetzt häufiger die Oberhand und schafften es durch schnelle Gegenantritte, oftmals durch Max Logelin eingeleitet, den Rückstand nach und nach wieder aufzuholen. Geschickt suchten Rugg und seine Teamkollegen die Fehler und damit ebenfalls den Weg an die Freiwurflinie, wo bis zur ersten Viertelpause eine makellose Bilanz heraussprang. Mit einem Zuckerpass von Ben Kovac konnte schließlich Oliver Vujakovic den FLBB-Herren erstmals in dieser Partie die Führung schenken (22:23). Binnen drei Minuten hatte das Team von Ken Diederich damit einen 10:0-Lauf aufs Parkett gebracht und war wieder zurück im Spiel.

Irland von der Dreier-Linie

Die erste Viertelpause kam dann jedoch den Iren zugute, die mit einem 8:0 in den zweiten Durchgang starteten und damit wieder leicht davonziehen konnten (30:23, 23‘). Erst nach knapp vier Minuten gelang Vujakovic in diesem Viertel der erste Korberfolg (30:25) und Luxemburg kämpfte sich wie so oft in der Vergangenheit wieder heran (37:35, 19‘) und gingen schließlich mit einem Vier-Punkte-Rückstand in die Pause (39:35). Dennoch taten sich die Luxemburger gegen die körperlich überlegenen Gegenspieler unter dem Korb enorm schwer. Und auch wenn bei den Iren die Trefferquote aus der Distanz zwischenzeitlich in den Keller ging, saßen die Dreier in den wichtigen Momenten dennoch. Die FLBB-Herren hatten bis zur Pause hingegen gerade einmal einen einzigen verwandelt.

Auch nach dem Seitenwechsel erlebte einmal mehr Irland durch einen Dreier von Zona den besseren Start. Der Gastgeber war offensiv jetzt kaum noch zu bremsen, spielte kollektiv stark, nutzte zweite Chancen und zog bis auf ein Maximum von 16 Punkten davon (55:39, 24‘). Wieder einmal war der Kampfgeist der FLBB-Auswahl gefordert, die gegen Spieler wie den 2,13 Meter großen Quinn weiter nur schwer bis unter die Bretter vordringen konnte.

Und tatsächlich läuteten Gutenkauf und Kalmes, ähnlich wie bereits am Freitag gegen Nordmazedonien, eine weitere Aufholjagd ein. In der Defensive ging das Team wieder aggressiver zu Werke und vorne verkürzte Kovac drei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels wieder auf fünf Einheiten (58:53). Die Anspannung stieg und so musste in dieser Phase der Videobeweis häufiger zum Einsatz kommen. Die Partie wurde nun auch zusehends ruppiger und bis zur letzten Viertelpause hatte Irland an der Freiwurflinie seine Führung wieder bis auf neun Zähler ausgebaut (65:56).

Fünf-Punkte-Grenze

Im letzten Abschnitt kam Luxemburg durch Gutenkauf und Kovac schnell auf fünf Punkte heran (65:60, 32‘), doch erneut schlug Irland binnen kürzester Zeit gleich zweimal von der Dreier-Linie zu (71:60). Wieder kämpften sich die FLBB-Herren durch Rugg, Kovac und Kreps auf fünf Einheiten zurück (72:67, 34‘), aber einmal mehr hatte Irland, dieses Mal durch Fulton, die passende Antwort von der Dreier-Linie parat (75:67). Die Spieler von Trainer Diederich konnten tun, was sie wollten: Sie schafften es einfach nicht, den Rückstand unter fünf Punkte zu drücken. Als Flood dann vier Minuten vor Schluss einen fast unmöglichen Dreier verwandelte, war die Vorentscheidung gefallen (82:72).

Wichtig war es nun, sich nicht auch noch den direkten Vergleich nehmen zu lassen, denn auch der beste Gruppenzweite zieht im Sommer in die nächste Runde ein. Das Hinspiel hatte Luxemburg auf zwölf Punkte gewonnen und auch wenn ein Sieg nicht mehr drin war, wurde bis zur letzten Minute auf beiden Seiten weitergekämpft und die FLBB-Herren mussten sich schlussendlich auf sechs Punkte geschlagen geben.

Trotz der beiden Niederlagen im zweiten Zeitfenster gehen Kovac und Co. als Tabellenzweiter in die letzten beiden Heimspiele Anfang Juli gegen Aserbaidschan und Nordmazedonien.

Statistik

Viertel: 22:23, 17:12, 26:21,26:29

Irland: Quinn 22, Leonard 21, Zona 18, Flood 16, O‘Sullivan 7, Fulton 7, Fitzpatrick 0, Blount 0, Gormley 0, Nelson 0

Luxemburg: Rugg 23, Kovac 17, Gutenkauf 15, Kreps 9, Vujakovic 8, Kalmes 7, Logelin 4, Kuresevic 2, Rocha 0, Jack 0

Schiedsrichter: Nagy (HUN)/Landy (F)/Pedroso (P)

Im Überblick

Das Programm:

Pre-Qualifiers 2029, Gruppe A:

Am Montag:

Aserbaidschan - Nordmazedonien 70:78

Irland - Luxemburg 91:85

Donnerstag, 2. Juli:

Nordmazedonien - Irland

Luxemburg - Aserbaidschan

Sonntag, 5. Juli:

Luxemburg - Nordmazedonien

Aserbaidschan - Irland

Bereits gespielt:

Nordmazedonien - Aserbaidschan 87:49

Luxemburg - Irland 89:77

Aserbaidschan - Luxemburg 90:95

Irland - Nordmazedonien 76:88

Nordmazedonien - Luxemburg 79:70

Irland - Aserbaidschan 75:76

Tabelle: 1. Nordmazedonien 4 Spiele/8 Punkte, 2. Luxemburg 4/6, 3. Aserbaidschan 4/5, 4. Irland 4/5

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