Radsport
Berton sprintet am „Opening Weekend“ in die Top 10
Am Wochenende war eine ganze Reihe einheimischer Fahrerinnen und Fahrer in Belgien, Frankreich und Griechenland im Einsatz. Mit einer exzellenten Leistung wartete Nina Berton (EF Education-Oatly) am Samstag in Belgien beim Omloop Het Nieuwsblad auf. Beim Rennen der Männer konnte Alex Kirsch (Cofidis) ebenfalls überzeugen.
Nina Berton holte am Samstag ihr bisher bestes World-Tour-Ergebnis Foto: Anouk Flesch
Omloop Het Nieuwsblad (1.UWT): Beim traditionellen Einstieg in die Klassiker-Saison ist Mathieu Van der Poel (Alpecin-Premier Tech) seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Knapp einen Monat nach dem Gewinn seines achten WM-Titels im Cyclocross setzte der 31-Jährige seinen entscheidenden Angriff in der Mauer von Geraardsbergen und fuhr die letzten 15 km als Solist nach Ninove, wo er mit einem Vorsprung von 22 bzw. 24 Sekunden auf seine letzten Wegbegleiter, Tim Van Dijke (NL/Red Bull-Bora-hansgrohe) und Florian Vermeersch (UAE Team Emirates-XRG), ins Ziel kam. Nach 207,2 km, die von zahlreichen Stürzen geprägt waren, kam Alex Kirsch als starker 24. ins Ziel, 1:34 hinter dem siegreichen Niederländer.
Omloop Het Nieuwsblad (1.UWT): Das Damenrennen gewann Van der Poels Landsfrau Demi Vollering (FDJ United-Suez) nach 137,2 km im Zweiersprint gegen Kasia Niewadoma (Canyon/Sram zondacrypto). Im Sprint um Rang drei ließ Lorena Wiebes (SD Worx-Protime) nichts anbrennen. Den Sprung in die 14-köpfige Verfolgergruppe hatte auch die kämpferische Nina Berton geschafft, die am Ende noch über genügend Körner verfügte, um auf Platz 9 zu sprinten.
„Es war ein nervöses Rennen mit vielen kleineren Stürzen. Im ‚Berendries‘, 35 km vor dem Ziel, gab es einen Angriff mit Fahrerinnen der starken Mannschaften FDJ und UAE. Ich hatte nichts zu verlieren und habe mich drangehängt, auch um mit einem Vorsprung auf das Hauptfeld in den schweren Schlussabschnitt zu gehen. Es ist optimal gelaufen und wir sind mit einem ausreichenden Vorsprung in die ‚Mauer‘ gegangen, sodass klar war, dass wir um die Ehrenplätze sprinten würden. Auf den letzten Metern habe ich mein Bestes gegeben, obschon meine Beine recht sauer waren, und ich nicht mehr die Kraft hatte, um aus dem Sattel zu gehen. Wenn mir am Morgen jemand gesagt hätte, dass ich Platz neun erreichen würde, hätte ich sofort unterschrieben. Es war ein toller Tag, der so gelaufen ist, wie ich mir das gewünscht habe“, so eine erschöpfte, aber sehr zufriedene Berton nach ihrem ersten Top-10-Ergebnis bei einem WorldTour-Rennen.
Ihre ersten Rennkilometer auf diesem Niveau hat Gwen Nothum (Minimax Cycling Team) absolviert. Unter 136 Starterinnen kam die 19-Jährige als 82. ins Ziel, 7:43 hinter Vollering.
„Hätte sofort unterschrieben“
Es war ein toller Tag, der so gelaufen ist, wie ich mir das gewünscht habe
Nina Berton
Kuurne-Brüssel-Kuurne (1.Pro): Erwartungsgemäß fiel die Entscheidung um den Sieg in Kuurne am Sonntag im Sprint. Diesen bereitete Christophe Laporte (F/Visma/Lease a Bike) wie im Lehrbuch für seinen Teamkollegen Metthew Brennan vor. Der 20-jährige Brite konnte sich nach 141,8 km um mehr als zwei Radlängen vor den beiden Italienern Luca Mozzato und Matteo Trentin vom Tudor Pro Cycling Team durchsetzen. Alex Kirsch war vorzeitig ausgestiegen.
Faun-Ardèche Classic (1.Pro): Noch ein Jahr jünger als Brennan ist der Franzose Paul Seixas (Decathlon CMA CGM), der am Samstag seinen zweiten Profisieg nach einer 40 km langen Solofahrt feiern konnte. Die Plätze zwei und drei gingen an Jan Christen (SUI/UAE Team Emirates-XRG) und Lenny Martinez (F/Bahrain-Victorious). Bob Jungels (Ineos Grenadiers) und Kevin Geniets (Groupama-FDJ United) fuhren auf die Plätze 33 (auf 8:39) und 91 (auf 14:17).
Faun Drome Classic (1.Pro): Am Sonntag gab es einen Erfolg für das Team von Kevin Geniets durch Romain Grégoire, der auf den letzten Metern die besten Kraftreserven gegenüber Matteo Jörgensen (USA/Visma/Lease a Bike) besaß. Geniets überquerte den Zielstrich als 121. (auf 13:46). Jungels fuhr die 185 km nicht zu Ende.
Visit South Aegean GP (1.1): Beim Eintagesrennen in Griechenland setzte sich der endschnelle Bryan Coquard im Sprint durch. Nach 156,4 km wurde Arno Wallenborn (Lotto Kern-Haus) 63. auf 49 Sekunden. Sein Teamkollege Mil Morang kam als 92. auf knapp fünf Minuten ins Ziel.
Regionon Dodecanese (1.1): An gleicher Stelle sprangen gestern für Morang und Wallenborn die Plätze 92 (auf 1:03) und 129 (auf 2:52) heraus. Als Schnellster nach 151 km erwies sich der Spanier Ivan Cobo (Equipo Kern Pharma).