Volleyball
Bartringen war eine Nummer zu groß für Fentingen
Am Samstagabend trafen Bartringen und Fentingen aufeinander. Der Druck lag auf Fentingen, das vor einer Woche in Diekirch die drei Punkte liegen gelassen hatte. Und auch dieses Mal sollte sich am Ende nichts ändern. Erneut blieben die drei Punkte beim Gastgeber.
Max Funk und Bartringen haben in dieser Saison noch keinen Satz abgegeben Foto: Editpress/Gerry Schmit
Fentingen startete im Vergleich zur vergangenen Saison mit drei neuen Spielern in der Stammformation: Mathis Esselin in der Annahme, Martin Djordjevic auf der Diagonalposition und Helio Sanches im Mittelblock. Bei Bartringen gab es lediglich eine Veränderung in der Startformation: Der abgewanderte Colin Hilbert wurde durch Geoffrey Mike ersetzt. Was das Zusammenspiel angeht, sprach die Ausgangslage somit eigentlich für die Heimmannschaft.
Enger erster Satz
Im ersten Satz schenkten sich beide Teams nichts. Die Spieler gingen voll ins Risiko, sodass die Feldverteidigung nur selten eine Chance hatte, einen Ball noch zu retten. Zu druckvoll und präzise waren die Angriffe auf beiden Seiten. Entsprechend konnte sich lange Zeit keine Mannschaft entscheidend absetzen. Mal legte Bartringen vor, mal Fentingen. Bei 13:11 gelang den Gästen schließlich ein erstes kleines Break, das Fentingen bis zum 23:23 verteidigen konnte. Dann erhöhten Weber und Co. den Druck und zwangen den Gegner zu zwei folgenschweren Fehlern. Damit zog Bartringen im letzten Moment noch den Kopf aus der Schlinge. Jaromir Kolacny und Steve Weber waren die erfolgreichsten Punktesammler aufseiten der Gastgeber, während bei Fentingen Sanches und Djordjevic dagegenhielten.
Ohne personelle Veränderungen gingen beide Mannschaften in den zweiten Durchgang. Von Beginn an war zu erkennen, dass Bartringen sich ein ähnlich riskantes Spiel wie im ersten Satz nicht noch einmal leisten wollte. Fentingen geriet früh in Rückstand, der sich kontinuierlich vergrößerte. Beim Stand von 1:6 brachte Dragan Vujovic Michail Constantinou für Vladimir Deinega. Am Spielverlauf änderte sich allerdings wenig. Schnell wuchs der Vorsprung der Gastgeber auf zehn Punkte an (16:6). Angesichts der komfortablen Führung gab Trainer Juan Blanco nun einigen jüngeren Spielern die Gelegenheit, sich zu zeigen. Lange hielt dieser Versuch allerdings nicht an, denn Fentingen kämpfte sich wieder heran (23:18). Eine Auszeit und ein Doppelwechsel sollten schließlich den Satzgewinn sichern. Mit 25:20 stellte Bartringen auf 2:0.
Deutlicher Favoritensieg
Im dritten Satz verschlief Fentingen den Start dieses Mal nicht, sodass sich zunächst ein Duell auf Augenhöhe entwickelte. Dann setzte sich Bartringen dank Kolacny leicht ab (12:9). Fentingen mobilisierte noch einmal seine letzten Kräfte. Als die Gäste den Anschluss beinahe wiederhergestellt hatten, erhöhte der Gastgeber jedoch erneut den Druck. Beim Stand von 16:11 nahm Vujovic eine Auszeit. Für Fentingen ging es jetzt vor allem noch darum, den Rückstand in Grenzen zu halten. Der dritte Durchgang ging schließlich doch noch deutlich mit 25:16 an den Favoriten.
Bartringen hatte damit seine Pflicht erfüllt. Auf der anderen Seite wartet auf Vujovic noch viel Arbeit, um aus den zahlreichen Neuzugängen eine funktionierende Mannschaft zu formen. Die Eigenfehlerquote war in dieser Partie jedenfalls zu hoch, um mit den besten Teams der Liga mithalten zu können. Als einziger Neuzugang wusste Helio Sanches wirklich zu überzeugen und erwies sich als echte Verstärkung.
Statistik
Bartringen - Fentingen 3:0 (25:23, 25:20, 25:16)
Bartringen: Weber (13), Funk (1), Kolacny (13), Varga (9), Landuydt (4), Mike (9); Libero: Schubert, Auswechselspieler: A. Bilal, M. Bilal, Krämer, Arapi (1); 16 Mannschaftsfehler
Fentingen: Vujovic, Marinkovic (9), Constantinou (1), Esselin (9), Djordjevic (7), Sanches (13); Libero: Nizard, Auswechselspieler: Deinega (4); 25 Mannschaftsfehler