Enovos League

Steinsel dreht Derby in einem furiosen Schlussviertel

Steinsel hat das Nachbarduell in Walferdingen dank eines furiosen Schlussviertels doch noch für sich entschieden. Damit feierte die Amicale nach dem Nailbiter gegen die Pikes den zweiten Sieg in Folge, während es für die Résidence die erste Heimniederlage setzte.

Steinsel um Maid Adrovic (in Lila) musste in der Defensive die Ausfälle von Laurent und Theisen kompensieren

Steinsel um Maid Adrovic (in Lila) musste in der Defensive die Ausfälle von Laurent und Theisen kompensieren Foto: Editpress/Jeff Lahr

Dabei führten die Hausherren Ende des dritten Viertels noch mit zehn Punkten (73:63, 30‘), bevor ein 14:0-Lauf die Partie auf links drehte (73:77, 34‘). Insbesondere Noah Medeot und Maid Adrovic fanden bessere Lösungen in der Offensive und konnten selbst erfolgreich abschließen oder den omnipräsenten Center Landon Seaman unter dem Korb freispielen. Da die Walferdinger nur noch punktuell von der Dreierlinie trafen, war die Partie kurz später vorentschieden (79:88, 27‘).

Konstanz hineinbekommen

Auf die Frage, warum sein Team nicht über das ganze Spiel mit so viel Energie auftrat, meinte Noah Medeot lachend: „Weil es wahrscheinlich zu kraftraubend wäre und wir das nicht durchstehen könnten.“ Der Kapitän fügte aber gleich hinzu: „Unser Anspruch ist natürlich, so über weitere Strecken zu spielen, und das wird notwendig sein, um unsere Ziele zu erreichen. Ich hoffe, dass jetzt Konstanz hineinkommt und wir gegen Zolver zeigen, dass wir jeden schlagen können und nicht nur vereinzelte Spiele gewinnen“, hofft der Steinseler auf eine Serie.

Résidence-Profi Desean Hampton ärgerte die Schlussphase: „Wir haben über lange Strecken ein gutes Spiel gezeigt, aber dann sind Dinge passiert, die wir in der Vorbereitung anders machen wollten. Mir ist bewusst, dass Basketball ein Spiel der Läufe ist, aber aus der Schlussphase müssen wir lernen. In der Offensive und Defensive müssen wir als Mannschaft bis zum Ende kompakter bleiben“, sprach der US-Spieler das Nachlassen in der Crunchtime an.

Statistik

„T“-Bestnote: Landon Seaman (Amicale Steinsel)
Viertel: 21:28, 26:16, 26:21, 14:32
Walferdingen: Hampton 28, Eikens 26, Maindron 22, Vujakovic 7, Rand 2, Shungu Bonga 2, Saldana 0
Steinsel: Seaman 36, Phipps 31, N. Medeot 11, Adrovic 8, Morton 5, A. Medeot 4, Thiam Diop 2, Bugeja 0, Reuter 0
Schiedsrichter: Dotsenko/Hermann/Engel
Zuschauer: 130 zahlende

Während bei den Hausherren Desean Eikens den verletzten Demarkus Stuckey auf der Profiposition ersetzte, fiel bei der Amicale neben Alex Laurent zusätzlich auch noch Jonas Theisen aus, sodass die Defensive geschwächt war. Noah Medeot lobte demnach auch seine Mitspieler: „Wenn die groß gewachsenen Stammspieler fehlen, müssen andere in die Bresche springen. Mo (Thiam Diop, Anm. d. Red.) hat das insbesondere zu Beginn super gemacht, aber auch die anderen haben den Ausfall gut aufgefangen.“

Mit Offensiv-Power

Landon Seaman war kaum zu stoppen und erzielte 36 Punkte

Landon Seaman war kaum zu stoppen und erzielte 36 Punkte Foto: Editpress/Jeff Lahr

Die Gäste wirkten dem mit Offensiv-Power entgegen und nach Kontern von Conley Phipps und bereits 14 Punkten von Landon Seaman führten die Gäste früh (14:22, 7‘). Walferdingen blieb jedoch ruhig und Aufbauspieler Mykolas Maindron glänzte mit 22 Punkten in der ersten Halbzeit, bevor der Neuzugang nach dem Dreh allerdings leer ausgehen sollte. Die Gastgeber gingen nach 17 Minuten erstmals wieder in Führung (38:36) und hatten das Spiel bis zur beschriebenen Steinseler Aufholjagd im Griff.

Noah Medeot störte die Phase im zweiten und dritten Viertel, da sich sein Team nicht nur an der Résidence-Defensive festrannte, sondern auch vermehrt, mit zeitweise 21 gepfiffenen Fouls gegenüber fünf, haderte. „Wir müssen diese Entscheidungen respektieren, ob wir damit einverstanden sind oder nicht. Keinesfalls dürfen wir uns aber so aus dem Konzept bringen lassen. Immerhin haben wir dann doch noch die richtige Reaktion im Schlussviertel gezeigt“, fügte der Steinseler hinzu.

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