Enovos League Damen

Erster Saisonsieg: Hostert gewinnt das Kellerduell gegen Wiltz

Eine komplette Runde ist in der Qualifikation absolviert. An der Spitze steht der amtierende Meister Düdelingen, der allerdings bereits ein Spiel mehr ausgetragen hat. Dahinter folgen die Musel Pikes, Contern und Esch. Die Top vier zeichnen sich immer deutlicher ab, zumal Steinsel seit zwei Spieltagen auf seine Hauptstütze Ramos verzichten muss. Am Tabellenende überlässt Hostert nach seinem ersten Saisonsieg Wiltz die rote Laterne.

Maé Manti und das junge Gréngewald-Team holten ihren ersten Saisonsieg

Maé Manti und das junge Gréngewald-Team holten ihren ersten Saisonsieg Foto: Editpress/Fernand Konnen

Im Kellerduell des siebten Spieltags trafen mit Wiltz und Hostert zwei bislang sieglose Teams aufeinander. Für eines von ihnen endete am Wochenende damit die Negativserie. Das Motto der Gäste, „Go Greens“, schien zunächst ausgerechnet die Wiltzerin Da’Ja Green zu beflügeln. Als Dreh- und Angelpunkt der Gastgeberinnen erzielte sie im ersten Viertel 14 der 18 Wiltzer Punkte.

Mit Kampfgeist zum ersten Saisonsieg

„Eigentlich wussten wir, wie sie agiert, aber leider haben wir in unserer Defense nicht das umgesetzt, was wir besprochen hatten“, erklärte Gréngewald-Trainerin Andrea Haris. „Dann haben wir umgestellt und Green aus dem Spiel genommen. Dies hat vieles geändert.“

Die schwierige Lage der beiden jüngsten Teams der Liga zeigte sich auch im Spiel. Auf beiden Seiten häuften sich die Ballverluste. Die Trefferquoten von 27 bzw. 29 Prozent zur Pause spiegelten die geringe offensive Ausbeute wider. Besonders Coulibaly ließ mehrere vielversprechende Chancen ungenutzt. Dennoch setzte sich der Gréngewald kurz vor dem Seitenwechsel ab. Bei Wiltz musste die früh mit drei Fouls vorbelastete Niehues nun Mosgrove Platz machen. Da Hostert Green besser in den Griff bekam, gelangen den Gastgeberinnen im zweiten Viertel nur noch drei Körbe.

Statistik

Düdelingen - Steinsel 92:49 (48:25)
Viertel: 29:15, 19:10, 23:12, 21:12
Düdelingen: Mreches 23, Van Kleunen 17, Winton 17, Gomes 11, Wies 9, Jemming 7, Baseggio 3, Burgund 3, Guedes 2, Havé 0
Steinsel: Flowers 20, Stoffel 11, Mangen 8, Missavage 7, Gloden 3, Boaye 0, Strauel 0, Rasolofo 0, Gonçalves 0
Schiedsrichter: Wolzfeld/Kieffer

Wiltz - Hostert 48:60 (25:31)
Viertel: 18:16, 7:15, 12:10, 11:19
Wiltz: Green 23, Niehues 16, Giorgio 4, Mosgrove 2, Missavage 2, Foutey-Fonkam 1, Hodzic 0
Hostert: Kampschroeder 27, Coulibaly 17, Abessolo 6, Strelen 4, Manti 3, Von Arx 3, Thill 0
Schiedsrichter: Perovic/Pascoloni

Musel Pikes - Esch 87:57 (49:32)
Viertel: 26:16, 23:16, 20:16, 18:9
Musel Pikes: Gallatin 26, Meynadier 17, Brookshire 12, Weber 10, Beffort Neuman 7, Leches 7, Marcel 4, Platte-Behnke 4, Schmitz 0
Esch: Likhtarovich 17, Baum 14, Jaksic 13, Nibbelink 11, Mersch 2, M. Chaumont 0, L. Chaumont 0, Fonseca 0, Schulté 0, Wallenborn 0, Hasanovic 0, Stocklausen 0
Schiedsrichter: Kerschen/Maindron

Junge „Greens“ machen Fortschritte

Im dritten Viertel ging Wiltz noch einmal mit 35:34 in Führung. Anschließend verschafften Coulibaly mit drei Treffern und Kampschroeder mit zwei Distanzwürfen den Gästen einen Zehn-Punkte-Vorsprung (38:48). Eine Fehlentscheidung der Unparteiischen und Coulibalys fünftes Foul machten die Partie jedoch erneut spannend. Niehues sah darin eine neue Chance für Wiltz.

Hostert hielt mit Energie, Kampfgeist und mannschaftlicher Geschlossenheit dagegen und sicherte sich so den ersten Saisonsieg. „Die Mädchen haben gut gekämpft. Dies umso mehr, als wir fast das ganze letzte Viertel mit nur einer Ausländerin bestreiten mussten“, sagte Haris, die in den Auszeiten zwischen Französisch und Englisch wechselt, um ihren beiden Profispielerinnen gerecht zu werden, zufrieden. „Unsere jungen Spielerinnen haben bewiesen, dass sie mithalten können, und sie waren gewillt, die Partie zu gewinnen. Unser Ziel ist es, noch das eine oder andere Spiel für uns zu entscheiden.“

Die jungen „Greens“ machen damit Fortschritte, auch wenn ihr Lernprozess noch lange nicht abgeschlossen ist.

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