Enovos League

Hoffmanns Dreier lässt Hostert gegen den Racing jubeln

Eine verrückte Partie mit einem glücklichen Ende für den Gréngewald: So lässt sich das Duell zwischen Hostert und dem Racing zusammenfassen. Zum Matchwinner des Abends avancierte Patrick Hoffmann, der mit seinem Dreier vier Sekunden vor Schluss den 92:89-Sieg besiegelte.

Angelo Caruso und der Racing liegen am Ende zu viele Chancen an der Freiwurflinie liegen

Angelo Caruso und der Racing liegen am Ende zu viele Chancen an der Freiwurflinie liegen Foto: Editpress/Gerry Schmit

„Man hofft einfach, dass der Ball in den Korb geht. Ich hatte allerdings ein gutes Gefühl“, erklärt Patrick Hoffmann auf die Frage, was ihm durch den Kopf ging, als er zum entscheidenden Wurf ansetzte. „Doch die spannende Schlussphase hätten wir eigentlich vermeiden können“, fügt er hinzu.

Verrückte 87 Sekunden

Tatsächlich machte es sein Team unnötig spannend. Die „Greens“ hatten sich eine komfortable 89:78‑Führung erspielt, als noch 87 Sekunden blieben. Das Spiel schien entschieden, doch der Racing hatte noch nicht aufgegeben. „Wir wissen, dass in einer Partie alles möglich ist. Wir haben hundert Prozent gegeben, und daran wollen wir auch in den nächsten Spielen anknüpfen“, betont derweil Angelo Caruso.

In genau diesen 87 Sekunden ging es Schlag auf Schlag. Der Racing, dessen Profi Richardson kurz zuvor mit fünf Fouls ausgeschieden war, setzte den Gegner mit einer aggressiven Verteidigung unter Druck. Gréngewald leistete sich einen Ballverlust nach dem anderen, was die Gäste eiskalt ausnutzten. Mit einem erfolgreichen „And-one“ stellte Bivins 13 Sekunden vor Schluss auf 89:89. Im Gegenzug verfehlte der Gréngewald zunächst den Korb, sicherte sich jedoch den offensiven Rebound. Patrick Hoffmann nutzte die zweite Chance und versenkte den entscheidenden Dreier. Den Gästen blieben noch vier Sekunden, doch der Ausgleich sollte nicht mehr gelingen.

Statistik

„T“-Bestnote: Raiquan Clark (Gréngewald Hostert)

Viertel: 28:23, 18:26, 23:20, 23:20

Hostert: Clark 35, Tumblin 15, Ingram 12, Pividor 11, Hoffmann 5, Julien 4, Kerschen 4, Bauer 4, Demuth 2, Scheltien 0

Racing: Bivins 40, Richardson 13, Caruso 10, Cirikovic 10, Backes 6, Keller 6, Rehak 3, Stemper 1, Lopez Persaud 0

Schiedsrichter: L. Weiwers/Kruckauskas/Pesche

Zuschauer: 85 zahlende

Zuvor lieferten sich beide Mannschaften einen über weite Strecken ausgeglichenen Schlagabtausch, bei dem die Führung mehrmals wechselte. Trotz einer furiosen Aufholjagd in der Schlussphase sollte es für den Racing nicht ausreichen. Den entscheidenden Knackpunkt der Partie sieht Caruso in der Freiwurfquote. Seine Mannschaft kam lediglich auf 23 Treffer bei 38 Versuchen. „Auch ich habe eine Reihe Freiwürfe nicht getroffen – alleine diese hätten den Unterschied machen können. In diesem Bereich gilt es, sich definitiv zu verbessern. Wir arbeiten hart als Team. Wir halten den Kopf hoch. Mit unserer Defense zum Schluss des Spiels können wir zufrieden sein. Gegen Hostert reichte es nicht, aber wenn wir den Kopf hochhalten, werden wir in Zukunft die engen Spiele für uns entscheiden.“

Zusammenhalt stimmt

Matchwinner Patrick Hoffmann zeigt sich erleichtert über den Erfolg, sieht jedoch Verbesserungspotenzial. „Positiv sind das Endresultat und dass wir zusammenhielten. Allerdings erlaubten wir uns zu viele Ballverluste und viele von uns hatten keinen guten Tag erwischt. Das Wichtigste ist, dass der Zusammenhalt stimmt – egal, ob wir mit 30 Punkten in Rückstand liegen oder mit 30 Punkten führen.“ Ein Sieg, der der Mannschaft guttut, wie Hoffmann bestätigt. Schließlich hatte Hostert eine Woche zuvor noch eine Niederlage gegen den Kordall hinnehmen müssen.

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