170 Euro mehr

Regierung belässt es bei gesetzlicher Mindestlohnerhöhung zum 1. Januar 2027

Die Regierung hat ihre Pläne für die Anpassung des Mindestlohns vorgestellt. Durch eine Indextranche und die gesetzlich vorgesehene Anpassung soll dieser um 170 Euro steigen.

Arbeitsminister Marc Spautz und Wirtschaftsminister Lex Delles bei Pressekonferenz zur Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik

Arbeitsminister Marc Spautz (l.) und Wirtschaftsminister Lex Delles bei einer Pressekonferenz Archivfoto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die Regierung hat im Streit um die Anpassung des Mindestlohns das letzte Wort gesprochen. Zum 1. Januar 2027 soll dieser um 170 Euro steigen, wie Arbeitsminister Marc Spautz (CSV) und Wirtschaftsminister Lex Delles (DP) am Freitag bei einer Pressekonferenz mitteilten. Die Erhöhung setzt sich aus einer Indextranche und der gesetzlich vorgesehenen zweijährigen Anpassung des Mindestlohns an die allgemeine Entwicklung des Durchschnittslohns zusammen.

Der Index dürfte noch vor dem Sommer fallen, wie Wirtschaftsminister Delles sagte. Dann erhalten alle Arbeitnehmer in Luxemburg 2,5 Prozent mehr Lohn. Des Weiteren soll zum 1. Januar 2027 der Mindestlohn durch die gesetzlich vorgesehene Anpassung um 3,8 Prozent steigen. Damit steige der Mindestlohn dann um insgesamt 170 Euro, sagten die beiden Minister.

Damit die Betriebe im Großherzogtum nicht die ganze Erhöhung zu spüren bekommen, will die Regierung einen Teil davon kompensieren. „Der Staat will von der gesetzlich vorgesehenen Anpassung 1,3 Prozent übernehmen“, sagte Delles. Die Details sollen noch mit der UEL besprochen werden. Wie viel das kosten wird, sei noch unklar. Delles rechnet mit einem Betrag von 30 bis 50 Millionen Euro.

Zwischen der Regierung und dem Gewerkschaftsbund OGBL-LCGB kam es am Dienstag zu einem Eklat. Die Gewerkschaften brachen die Verhandlungen mit der Regierung über die Anpassung des Mindestlohns vorzeitig ab. Grund dafür ist die EU-Mindestlohnrichtlinie, die eine Erhöhung des Mindestlohns auf 60 Prozent des Medianeinkommens oder 50 Prozent des Durchschnittslohns empfiehlt. Die CSV-DP-Regierung hatte eine neue Rechnung vorgelegt, um die empfohlene Erhöhung des Mindestlohns zu umgehen. Auch bei der Opposition stieß das Vorhaben auf Kritik, nachdem die zuständigen Minister die Pläne der Regierung in der Arbeitskommission der Chamber vorgestellt hatten.

3 Kommentare
Alain Kleinbauer 27.03.202615:25 Uhr

Dixit: Regierung mecht neischt fir de Mindestlounempfänger, ma mecht dem Patronat erem weider Kadoen! Ech hat alt gemengt den Här Spautz wir méi sozial, ma och alt just bis hien Minister ginn ass!
DP war jo nach ëmmer fir Betrieber, ni fir de klenge Mann. CSV kann hiren "s" definitiv aus hirem Numm eraus huelen!
Do bleift nach just: Lounempfänger wiert iech, klammt op Barrikaden! Et geet elo duer!

Jek Hyde 27.03.202614:57 Uhr

Wien a woufir kréien dann Arbechter*innen de Mindestloun? Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!

Dollar 27.03.202614:19 Uhr

Mindestloun hin oder hir, domadder kann zou Luxuburg keen
Normalbierger liewen, déi zwee do op der Foto missten mol
selwer mam Mindestloun séch ërem klappen, armsélégt Gedeessems.

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