Eklat um Mindestlohn
„Am Nullpunkt“: Verhandlung zwischen Regierung und Gewerkschaften gescheitert
Die Gewerkschaften OGBL und LCGB brachen am Dienstag die Verhandlungen mit der Regierung über die Anpassung des Mindestlohns vorzeitig ab und verließen den Saal. Der Eklat erinnert an den vom 8. Oktober 2024 mit dem früheren Arbeitsminister Georges Mischo über die Kollektivverträge. Dessen Nachfolger Marc Spautz will am Mittwoch Stellung beziehen.
Patrick Dury und Nora Back beklagen die „Rechentricks“ der Regierung, um den Medianlohn zu drücken Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Die „Union des syndicats“ hat am Dienstag die Verhandlungen mit CSV-Arbeitsminister Marc Spautz, CSV-Sozialministerin Martine Deprez und DP-Wirtschaftsminister Lex Delles über eine mögliche Erhöhung des Mindestlohns im Rahmen der Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie nach einer Stunde abgebrochen. Der Sozialdialog sei wieder am Nullpunkt angelangt, sagte LCGB-Präsident Patrick Dury dem Tageblatt, das Treffen sei ähnlich verlaufen wie das mit Marc Spautz’ Vorgänger Georges Mischo am 8. Oktober 2024 über die Kollektivverträge. Es hatte den Ausschlag gegeben für den Sozialkonflikt, der im Juni in einer nationalen Demonstration gegen die Regierungspolitik gipfelte.