„Größter Präsident der Geschichte“?

Presidents’-Day-Post der US-Botschaft in Luxemburg löst Spottwelle aus

Ein Beitrag der US-Botschaft in Luxemburg in den sozialen Medien sorgt für Spott: Tausende lachende Emojis und bissige Kommentare stellen die PR-Aktion mit Donald Trump infrage.

US-Präsident Donald Trump hält Rede zum Black History Month, neben US-Botschafterin Stacey Feinberg

US-Präsident Donald Trump während seiner Rede zum „Black History Month“ und US-Botschafterin Stacey Feinberg Fotos: Saul Loeb/AFP; Editpress/Julien Garroy

Traditionell feiern die USA am dritten Montag im Februar den „Presidents’ Day“ zu Ehren aller Präsidenten. Der Feiertag geht ursprünglich auf den Geburtstag des ersten US-Präsidenten, George Washington, zurück. Die US-Botschafterin für Luxemburg, Stacey Feinberg, und die US-Botschaft setzten zu diesem Anlass einen entsprechenden Facebook- und Instagram-Post ab. Der Beitrag besteht aus einem Foto aus dem Oval Office mit US-Präsident Donald Trump und Feinberg sowie dem Beitragstext „Einen schönen Präsidententag für den größten Präsidenten der Geschichte!“.

Während die Kommentare auf Instagram und auf Feinbergs eigener Facebook-Seite sowohl in ihrer Anzahl als auch im Ton eher unauffällig ausfallen – überwiegend handelt es sich um Glückwünsche –, scheint sich unter dem Beitrag der Botschaft deutliche Kritik formiert zu haben. Binnen nicht einmal zwei Tagen sammelte der Post 15.285 Emoji-Reaktionen und 4.601 Kommentare (Stand: Donnerstag, 12.00 Uhr). Mehr als 14.000 Mal wurde mit dem lachenden Emoji reagiert. Likes und Herz-Emojis kommen zusammen hingegen nur auf knapp 700 Reaktionen.

Zwischen PR und Parodie

Doch die eigentliche „Party“ spielt sich in der Kommentarspalte ab. Wie bereits das Werbevideo der US-Botschaft in Luxemburg für ein Austauschprogramm löst auch dieser Beitrag heftige Reaktionen aus – und zwar von Menschen aus aller Welt. Dieses Mal sind die Kommentare allerdings weniger politisch, dafür umso spöttischer.

Einige Nutzer merken ironisch an, bei dem Post müsse ein Fehler unterlaufen sein: Auf dem Bild sei Donald Trump und nicht der ehemalige Präsident Barack Obama zu sehen. Andere sagen, der Facebook-Account der US-Botschaft würde inzwischen Satire oder Parodien machen. Beispiele sind etwa: „Absolutely LOVE these satire posts“ („Ich LIEBE diese satirischen Beiträge total.“) oder „Der Postillon, seid ihr jetzt auch in Luxemburg unterwegs?“.

„Wenn ich dieses Foto sehe, muss ich einen Moment innehalten und bis zehn zählen, damit ich nicht schreibe, was ich wirklich denke“, schreibt ein weiterer Kommentator und erhält dafür viel Zustimmung. Tatsächlich beziehen sich zahlreiche Kommentare auf das vermeintlich unnatürliche Erscheinungsbild der beiden Abgebildeten – insbesondere auf das gezwungene Lächeln, ihre Zähne und ihre Körperhaltung. Handelt es sich etwa um Wachsfiguren? Oder waren mal wieder KI oder Photoshop im Spiel?

„Embassy“ wie „embarrassed“?

Zwei weitere Kommentare fassen die vorherrschende Stimmung in der Kommentarspalte treffend zusammen: „Does embassy come from embarrassed?“ („Kommt Botschaft von verlegen?“) sowie „Ich finde, der Kommentar der US-Botschaft in Luxemburg sollte mit dem Golden Raspberry Award ausgezeichnet werden, um die schlechtesten PR-Leistungen des Jahres hervorzuheben, darunter Kategorien wie ‚Schlechtestes Bild‘ und ‚Schlechteste Pressemitteilung‘“.

Die zahlreichen Reaktionen auf den Post zum Presidents’ Day der US-Botschaft zeigen einmal mehr, wie umstritten Trump und seine Politik sind und wie geladen die Stimmung ist.

4 Kommentare
JJ 20.02.202608:49 Uhr

Diese Frau ist eine von Trump's Marionetten und eine Lachnummer für Luxemburg. Was soll sie denn schreiben? " Trump is the worst president all times?"

Manfred Reinertz Barriera 19.02.202622:09 Uhr

Total débile würde ich sagen....

CG 19.02.202619:53 Uhr

Trump a Feinberg wire besser bei Reklam fir Zännseef.

jean-pierre goelff 19.02.202617:40 Uhr

...daat Meedchen haat ze vill Crèmant gesuckelt!

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