Luxemburgs Toiletten-Debakel
Klo-Projekt erntet 14 Gegenpetitionen und internationale Berichterstattung
Das umstrittene Unisex-Toiletten-Projekt hat in Luxemburg für massive Empörung gesorgt: 14 Gegenpetitionen, Kritik von Koalitionspartnern und sogar internationale Medien berichten über das „Toiletten-Debakel“.
Der Plan der DP-Minister Claude Meisch und Yuriko Backes stieß auf viel Gegenwind Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Luxemburgs Toiletten-Debatte hat in den vergangenen Tagen für viel Wirbel gesorgt. Es war ein gefundenes Fressen für die ADR, die das ohnehin sensible Thema ausschlachtete, emotionalisierte und dadurch eine Empörungswelle gegen das Projekt von Bildungsminister Claude Meisch und Gleichstellungsministerin Yuriko Backes (beide DP) auslöste. Letztendlich fiel sogar ihr Koalitionspartner, die CSV, ihnen in den Rücken und sprach sich gegen das Projekt aus.
Welche Ausmaße das Ganze inzwischen angenommen hat, zeigt sich auch dadurch, dass bis dato nicht weniger als 14 Petitionen eingereicht wurden, die sich gegen die geplanten Unisex-Toiletten aussprechen, wie die Präsidentin der Petitionskommission Francine Closener (LSAP) gegenüber dem Tageblatt bestätigte. Noch nie zuvor seien so viele Petitionen als imminente Reaktion auf eine politische Ankündigung eingereicht worden.