Seit über zehn Jahren gehen Gemeinden gegen die Betreiber von „Cafészëmmeren“ vor, weil diese sich häufig nicht an die gesetzlichen Gesundheits- und Hygienestandards halten, teils horrende Mieten verlangen und ihre möblierten Zimmer oft nicht einmal anmelden. Wegen der grassierenden Wohnungsnot und eines eklatanten Mangels an sozialen Mietwohnungen sind die der Unterbringungspflicht unterliegenden Gemeinden aber gleichzeitig in hohem Maße auf die „Cafészëmmeren“ angewiesen, etwa um Menschen zu logieren, die aus unterschiedlichen Gründen aus ihrer Wohnung ausgewiesen werden. Wegen der Corona-Krise könnte sich die Situation noch verschlimmern. Ombudsfrau Claudia Monti spricht von einem Teufelskreis, Syvicol-Präsident Emile Eicher von einer Katastrophe.
20.11.2020