Sorgfaltspflicht
Wenn Business auf Kosten der Menschenrechte geht
Dr. Basak Baglayan, die Autorin der Studie „Mapping the business and human rights landscape in Luxembourg“, und Außenminister Jean Asselborn Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Verträgt sich Business mit Menschenrechten? Bilder aus Textilfabriken in Bangladesch, wo Frauen und oftmals Kinder unterbezahlt unter unmenschlichen Bedingungen Kleider für große Modegeschäfte nähen, verneinen diese Frage. Doch wie ließen sich Warenproduktion und Dienstleistungen mit der Wahrung der Menschenrechte und sozialen Grundrechte vereinbaren? Durch verpflichtende Auflagen für die Unternehmen, fordern Organisationen der Zivilgesellschaft. Diese müssten die gesamte Wertschöpfungskette prüfen und mögliche Verstöße aufspüren und unterbinden (siehe dazu auch Tageblatt vom 16. November). Wer zum Beispiel T-Shirts verkauft, müsse dem Kunden garantieren, dass sie nicht unter sklavenähnlichen Bedingungen produziert wurden.