Corona-Krise
Effizienter, schneller, besser: So hat sich das Contact Tracing neu aufgestellt
Luxemburg steckt mitten in der dritten Welle des Coronavirus – der zweiten richtig großen seit März/April. Seit mehreren Wochen schon liegt die Zahl der Neuinfektionen bei teilweise weit über 500 am Tag. Das bedeutet für das mittlerweile über 250 Mann starke Contact-Tracing-Team vor allem eins: ganz viel Arbeit. Wir haben einen Blick hinter die Kulissen geworfen.
Antonio De Brito ist einer von 68 Luxair-Mitarbeitern, die nun beim Contact Tracing aushelfen. Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Das Herz von Luxemburgs Contact-Tracing-Einheit schlägt mittlerweile am Findel: Eine der wichtigsten Einheiten Luxemburgs im Kampf gegen das Coronavirus ist mittlerweile schon zum dritten Mal umgezogen und hat ihr Hauptquartier im alten Ferrero-Gebäude. Im Eingangsbereich sitzt eine einzelne Pförtnerin, die freundlich grüßt. Sonst ist niemand zu sehen. Doch nur zwei Türen weiter laufen die Telefonleitungen heiß. Ein langer Gang läuft auf der linken Seite des Raumes entlang, rechts sitzen etwa 20 Leute in ziemlich geräumigen Büros. Sie alle haben ein Headset und Atemschutzmasken an und das Telefon direkt griffbereit an der linken Hand. Vor ihnen steht ein Computer oder Laptop – teilweise sogar beides. Das Tippen der Tastaturen liefert einen fast schon summenden Unterton im Raum, zwischendurch schnappt man Gesprächsfetzen auf: „… von der Inspection sanitaire … positiv getestet … Wie geht es Ihnen? … enge Kontakte …“ In den restlichen Büros des Contact-Tracing-Zentrums, das sich über zwei Stockwerke erstreckt, bieten sich ähnliche Bilder. Neben dem Tracing selbst sind nun auch die Hotline, der Maskenversand und die Koordinierungsgruppe des Bildungsministeriums im Gebäude vertreten.