Zahlen, die belegen, dass es in der Zeit des Virus-bedingten Ausnahmezustandes bislang zu einer Häufung von Fällen von häuslicher Gewalt gekommen ist, gibt es so nicht unbedingt. Innenministerin Taina Bofferding möchte die Gelegenheit trotzdem nutzen und das Thema stärker aus der Tabuzone holen. Sie weist auf die zahlreichen Hilfeleistungen hin, die es für Opfer und potenzielle Täter gibt. Und sie erklärt, warum es gerade jetzt kein Pardon gibt für jemanden, der seine Aggressionen nicht im Griff hat. Wegweisungen würden ohne Wenn und Aber ausgesprochen und kontrolliert. Über den zukünftigen Gebrauch der elektronischen Fußfessel würde übrigens diskutiert, sagt die Innenministerin.
09.04.2020