US-Kongresswahlen
Enges Rennen in Mississippi – Auszählung in Alaska dauert an
Der „Solid South“ könnte zum ersten Mal seit über 40 Jahren einen demokratischen Senator stellen. Im hohen Norden geht es derweil um eine Namensverwirrung.
Mary Peltola, die demokratische Senatskandidatin aus Alaska, in der Wahlnacht Foto: Getty Images via AFP
Nach dem triumphalen Sieg der Demokratischen Partei bei den US-Kongresswahlen ist der Ausgang zweier spannender Rennen um den Senat weiter offen. Im Südstaat Mississippi lieferten sich Scott Colom von den Demokraten und die republikanische Amtsinhaberin Cindy Hyde-Smith ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach Auszählung von 96 Prozent der Stimmen lag Colom mit weniger als 50 Stimmen vor Hyde-Smith, wie die Sender CNN und NBC am Mittwoch berichteten.
Im Falle seines Sieges wäre Colom der erste Demokrat aus Mississippi seit 1982, der in den US-Senat gewählt wird. US-Präsident Donald Trump hatte den Südstaat bei der Präsidentschaftswahl 2024 mit 24 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Ein Sieg von Colom würde den achten Senatssitz bedeuten, den die Demokraten bei den Zwischenwahlen von den Republikanern erobern. Das Ergebnis aus Mississippi wird erst in einigen Tagen erwartet. Örtlichen Medien zufolge gibt es Tausende nicht ausgezählter Stimmzettel von Menschen, deren Wahlberechtigung noch überprüft werden muss.
Wer ist der richtige Dan Sullivan?
In Alaska lag derweil die Demokratin Mary Peltola nach Auszählung von 74 Prozent der Stimmen mit 48,2 Prozent leicht vor dem Republikaner Dan Sullivan, der bei 47,9 Prozent lag. Das Rennen hatte Aufmerksamkeit erregt, nachdem die New York Times berichtet hatte, dass das Umfeld von Peltola einen anderen Mann namens Dan Sullivan zur Kandidatur bewegt hatte, um dem republikanischen Amtsinhaber Stimmen abzuziehen.
Die Republikaner argumentierten, die Wähler könnten anstelle des amtierenden Senators versehentlich den anderen Sullivan wählen, wovon Peltola profitieren würde. Peltola wies die Vorwürfe zurück und bestritt, von dem Manöver Kenntnis zu haben.
Das Ergebnis in Alaska könnte möglicherweise erst in einigen Wochen feststehen. In dem Bundesstaat im äußersten Nordwesten der USA gilt ein Rangfolge-Wahlsystem, zudem sind Tausende Briefwahl- und vorzeitig abgegebene Stimmen noch nicht ausgezählt.
Die Demokraten hatten bei den Kongresswahlen einen triumphalen Sieg eingefahren und Präsident Trump damit eine schwere Niederlage zugefügt: Die Oppositionspartei konnte Trumps Republikanern überraschend die Mehrheit sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus entreißen. Damit können die Demokraten Trump das Regieren in seinen verbleibenden zwei Amtsjahren erheblich erschweren. Der Präsident erklärte ebenso überraschend, das Wahlergebnis anzuerkennen.
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