US-Kongresswahlen

Diese demokratischen Wahlsieger werden Trump nun Probleme bereiten

Bei den US-Kongress- und Gouverneurswahlen am Dienstag haben eine Reihe von Demokraten triumphiert, die künftig eine größere Rolle in der Partei spielen könnten. Einige von ihnen symbolisieren den Generationswechsel, den Anhänger nach der verlorenen Präsidentschaftswahl 2024 forderten. Manche werden sogar als mögliche Präsidentschaftsanwärter für 2028 gehandelt.

Bei Kongresswahlen sprachen sich die Wähler für einen Richtungswechsel aus

Bei Kongresswahlen sprachen sich die Wähler für einen Richtungswechsel aus Foto: Saul Loeb/AFP

James Talarico: Künftiger US-Senator für Texas

Dem 37-Jährigen gelang in dem konservativen Südstaat eine politische Sensation: Talarico eroberte für seine Partei in Texas erstmals seit gut drei Jahrzehnten einen der heiß begehrten Sitze im US-Senat in Washington. Seinen Sieg über den Trump-Verbündeten Ken Paxton verglich er mit dem biblischen Kampf von David gegen Goliath. Der Demokrat, der ein protestantisches Priesterseminar besucht hat, warb mit einer Mischung von christlichen Botschaften und Wirtschaftsversprechen gezielt um von Trump enttäuschte Republikaner. Nicht wenige in der Partei halten den um Ausgleich bemühten Talarico für einen idealen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2028.

James Talarico

James Talarico Foto: Ronaldo Schemidt/AFP

Jon Ossoff: US-Senator aus Georgia

Mit 39 Jahren war Ossoff bisher der Jüngste im Senat in Washington – nun gibt er diesen Titel an Talarico ab. Ossoff ist zudem der erste jüdische Senator in dem Swing State Georgia. Seinen Sitz verteidigte der Harvard-Absolvent und Verleger souverän gegen den von Trump unterstützten republikanischen Kongressabgeordneten Mike Collins. Obwohl Ossoff weiß ist, vergleichen ihn Strategen mit dem früheren Präsidenten Barack Obama – vor allem wegen seiner leidenschaftlichen Ansprachen. Und obwohl ihm einige das nötige Charisma attestieren, bestreitet Ossoff höhere Ambitionen: „Ich habe null Interesse, für die Präsidentschaft zu kandidieren“, sagte er mit Blick auf 2028.

Jon Ossoff

Jon Ossoff Foto: Erik S. Lesser/AFP

Abdul El-Sayed: Erster Muslim im US-Senat

Der 42-jährige El-Sayed hat sich neben Ocasio-Cortez und dem New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani zu einem der führenden Köpfe im linken Lager der Demokraten entwickelt. Dem Mediziner gelang bei der Senatswahl im nördlichen Bundesstaat Michigan ein historischer Erfolg: Er zieht nun als erster Muslim in die Kongresskammer ein. El-Sayed, dessen Familie aus Ägypten stammt, wirbt für ein Ende der US-Hilfen für Israel, eine Krankenversicherung für alle Bürgerinnen und Bürger und die Abschaffung der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE.

Abdul El-Sayed

Abdul El-Sayed Foto: Salwan Georges/Getty Images via AFP

Hakeem Jeffries: Afroamerikaner könnte als „Speaker of the House“ Geschichte schreiben

Der bisherige Fraktionsführer der Demokraten hat nach dem Erdrutschsieg seiner Partei beste Chancen, neuer Vorsitzender des Repräsentantenhauses zu werden und damit das dritthöchste Amt nach dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten einzunehmen. Der 56-Jährige wäre der erste Afroamerikaner auf diesem Posten.

Hakeem Jeffries

Hakeem Jeffries Foto: Alex Wong/Getty Images via AFP

Im Ostküstenstaat New Hampshire verteidigte der Demokrat Chris Pappas das Senatsmandat für seine Partei gegen den Republikaner John Sununu. Der 46-jährige Pappas ist der erste offen schwule Politiker, der in den Senat in Washington einzieht.

Chris Pappas

Chris Pappas Foto: Joseph Prezioso/Getty Images via AFP

Der 62-jährige Priester Adam Hamilton eroberte in der Republikaner-Hochburg Kansas erstmals seit 1932 einen Senatssitz für die Demokraten.

Adam Hamilton

Adam Hamilton Foto: Austin Johnson/AFP

In Maine, im Nordosten der USA, gelang dem früheren Holzfäller Troy Jackson (58) ein Überraschungssieg gegen die 73-jährige Republikanerin Susan Collins.

Troy Jackson

Troy Jackson Foto: Scott Eisen/Getty Images via AFP

Gina Hinojosa gelang es in der Republikaner-Hochburg Texas, den republikanischen Gouverneur Greg Abbott aus dem Amt zu drängen. Sie wird nun die erste Gouverneurin mit lateinamerikanischen Wurzeln in dem Bundesstaat.

Gina Hinojosa

Gina Hinojosa Foto: Brandon Bell/Getty Images via AFP

Keisha Lance Bottoms gewann die Gouverneurswahl in Georgia gegen den milliardenschweren Unternehmer Rick Jackson. Bottoms ist die erste schwarze Frau, die in einem US-Bundesstaat in das höchste Amt gewählt wurde.

Keisha Lance Bottoms

Keisha Lance Bottoms Foto: Erik S. Lesser/AFP

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