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Wetterchaos beendet dritte Vuelta-Etappe, Mats Wenzel beim Abbruch an der Spitze

Die dritte Etappe der Vuelta ist am Montag wegen eines heftigen Unwetters vorzeitig abgebrochen worden. Zu dem Zeitpunkt lag der Luxemburger Mats Wenzel als Ausreißer knapp vor dem Feld um Topfavorit Tadej Pogacar. Alex Kirsch musste die Spanien-Rundfahrt derweil krankheitsbedingt verlassen.

Wetterchaos im Ziel

Wetterchaos im Ziel Foto: AFP/Ed Jones

Ein heftiger Hagelsturm hat die dritte Etappe der Vuelta am Montag jäh beendet. Auf dem Weg zur ersten Bergankunft in Font Romeu ging bei Sturm und Niederschlag aller Art nichts mehr - durchnässte und durchfrorene Profis retteten sich in Gebäude am Streckenrand. Die Straße auf 1.600 m Höhe war weiß von Hagelkörnern.

Auf dem Weg zum Ziel hatte der Luxemburger Mats Wenzel (Equipo Kern Pharma) bis hierhin einen starken Auftritt hingelegt. Gemeinsam mit dem Italiener Lorenzo Fortunato (XDS Astana Team) lag er als Ausreißer knapp vor dem Feld, als das Wetter umschlug.

Kein Etappenergebnis

Die Jury neutralisierte erst das Rennen und entschied anschließend „aus Sicherheitsgründen“ nicht mehr das Schlussstück bis hinauf ins Ziel auf 1.941 m Höhe in Font Romeu fahren zu lassen. Ein Etappenergebnis kam nicht zustande. „Es wird keinen Sieger und keine Podiumszeremonie geben“, ließ die Jury wissen.

Wenzel hatte sich zu Beginn der Etappe mit fünf weiteren Fahrern vom Peloton gelöst. Die Gruppe fuhr sich einen Vorsprung von maximal 2:30 Minuten heraus. Dahinter kontrollierte das UAE Team um Topfavorit Tadej Pogacar das Geschehen, der es auf den Etappensieg abgesehen hatte.

Am vorletzten Anstieg, 29 Kilometer vor dem Ziel, begann die Spitzengruppe auseinanderzufallen. Ihr Vorsprung war zu diesem Zeitpunkt bereits auf weniger als eine Minute geschmolzen. Neben Wenzel hielten sich nur noch die beiden Dänen Magnus Cort (Uno-X Mobility) und Asbjorn Hellemose (Jayco AlUla) vorne.

Wenzel hinterließ dabei aber den stärksten Eindruck. 25 Kilometer vor dem Ziel erhöhte der Luxemburger das Tempo und schüttelte zunächst Hellemose ab. Wenig später musste auch Cort abreißen lassen.

Kirsch muss krankheitsbedingt aussteigen

Im strömenden Regen nahm Wenzel den Col de Mont-Louis schließlich als Solist in Angriff. Allein kämpfte er sich durch die zunehmend widrigen Bedingungen, ehe kurz vor dem Gipfel Fortunato zu ihm aufschloss. Dann brach das Hagel-Chaos über die Vuelta herein.

Im Feld hatte Pogacar die Nase gestrichen voll. Als die Hagelkörner niederprasselten, fuhr der Slowene an die Spitze des Pelotons und signalisierte mit beiden Armen: Das war es für heute. Die Etappe war damit beendet.

Für Alex Kirsch war das Rennen schon früher vorbei. Der Luxemburger vom Team Cofidis stieg rund 50 Kilometer vor dem Ziel vom Rad. „Nachdem sich Alex Kirsch in den vergangenen zwei Tagen unwohl gefühlt hat, muss er die Vuelta leider vorzeitig aufgeben“, teilte sein Team bei X mit und wünschte ihm gute Besserung.

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