Vuelta

Ausreißen oder abreißen lassen: Mats Wenzel über seine Grand-Tour-Premiere

Am Samstag nimmt Mats Wenzel seine erste Grand Tour in Angriff. Vor dem Start der Spanien-Rundfahrt hat sich das Tageblatt mit dem 23-jährigen Luxemburger unterhalten, der in dieser Saison seinen ersten Profisieg einfahren konnte. Im Fokus des Gesprächs standen seine Erwartungen an die dreiwöchige Rundfahrt, der weitere Saisonverlauf und sein auslaufender Vertrag bei seinem spanischen Arbeitgeber, der Equipo Kern Pharma.

Mats Wenzel wird erstmals eine Grand Tour bestreiten

Mats Wenzel wird erstmals eine Grand Tour bestreiten Foto: Editpress/Gerry Schmit

Tageblatt: Am vergangenen Sonntag waren Sie bei der Czech Tour fast die gesamte Etappe in der Fluchtgruppe und wurden erst im Schlussanstieg von den Verfolgern eingeholt. Was hat Sie dazu bewogen, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren?

Mats Wenzel: Bei solchen Rennen sind die letzten Etappen immer speziell. Die Fluchtgruppen kommen entweder sofort weg oder es dauert lange, bis eine Gruppe zusammenfindet. Da ich spürte, dass gleich etwas drin wäre, habe ich dem Angriff von Michal Schuran (CZE), dem Führenden in der Bergwertung, zusammen mit dem Franzosen Geoffrey Bouchard nachgesetzt. Unterwegs war die Hoffnung zwar da, durchzukommen, aber wirklich daran geglaubt habe ich nicht. Vor dem Start hatte ich nämlich mit Bob (Jungels) gesprochen, der mir sagte, dass sein Team Ineos eine Gruppe fahren lassen würde, ohne den Abstand auf mehr als zwei Minuten anwachsen zu lassen. Es ist nicht schlimm, dass es nicht geklappt hat, da ich mich eigentlich nur mit dem Hintergedanken davongemacht hatte, meine Beine vor der Vuelta noch einmal richtig zu testen.

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