Porsche Supercup

Luxemburger Chester Kieffer hat Pech beim Kampf ums Podium

Bittersüßes Wochenende für Chester Kieffer und Schumacher-CLRT: Während Teamkollege Flynt Schuring in Zandvoort vorzeitig den Meistertitel im Porsche Carrera Cup Benelux perfekt machte, musste der Luxemburger Rookie nach einem starken ersten Rennen im zweiten Lauf einen Rückschlag hinnehmen.

Chester Kieffer erlebte ein bittersüßes Wochenende in Zandvoort

Chester Kieffer erlebte ein bittersüßes Wochenende in Zandvoort Foto: Flatout Studio/Igor Sinicins

In der Endphase der Meisterschaft war es am Samstagabend im niederländischen Zandvoort noch zu früh zum Feiern. Doch Schumacher-CLRT hatte mit Flynt Schuring und Chester Kieffer ein starkes Qualifying und ein überzeugendes erstes Rennen hinter sich. Der Sonntag wurde dann bittersüß.

Unter den 32 Porsche 911 GT3 Cup stellte der Gesamtführende Flynt Schuring am Samstagmorgen trotz einer Gridstrafe die Startplätze vier und zwei für die beiden Läufe sicher. Chester Kieffer lag nur eine Zehntelsekunde hinter der Pole-Zeit von Wouter Boerekamps und ging als Sechster ins erste Rennen. Für den zweiten Lauf qualifizierte sich der Luxemburger mit ähnlich geringem Abstand als Vierter. Vor allem aber lag der 20-Jährige damit vor seinen direkten Konkurrenten im Gesamtklassement: Robert de Haan, Theo Oeverhaus und seinem unmittelbaren Verfolger Marcus Amand.

Starkes erstes Rennen

Im ersten Rennen musste der Finne früh an die Box. In der dritten Runde sorgte dann ein schleichender Plattfuß beim Polesetter Wouter Boerekamps für wilde Kämpfe an der Spitze. Der 20-jährige luxemburgische Rookie Chester Kieffer hielt dabei beherzt dagegen und überzeugte wenig später mit einem starken Überholmanöver. Nach einer unfallbedingten Rennunterbrechung fuhr der französische Rookie Paul Cauhaupe zu seinem ersten Sieg. Kieffer lag auf Rang vier und hatte dabei über mehrere Runden den Vorjahreszweiten des Supercups, Robert de Haan, direkt an der Stoßstange. Der Niederländer schob ihn nach Start und Ziel sogar spektakulär schräg, doch Kieffer rettete die Situation und seinen Platz ins Ziel.

„Es war ein sehr gutes Rennen. Ich habe einige Plätze gewonnen und konnte meinem Teamkollegen im Kampf um die Meisterschaft helfen“, bilanzierte Kieffer.

Kaputte Servolenkung

Es war Crunchtime in der Meisterschaft: Die drei Verfolger von Flynt Schuring lagen vor dem zweiten Lauf nur vier Punkte auseinander. Nach einem guten Start fuhren die beiden Schumacher-Porsche auf den Plätzen zwei und drei hinter Routinier Jaap van Lagen. Nach einem frühen Safety Car überholte Schuring den Niederländer und übernahm die Führung. Kurz darauf kämpfte sich auch Kieffer vorbei, musste sich aber sofort gegen Robert de Haan verteidigen. Eine halbe Runde lang lieferten sich beide ein hartes Duell um den zweiten Platz – und damit auch um wichtige Punkte im Meisterschaftskampf. Kieffer schien sich durch die Schikane schließlich durchzusetzen, fiel dann aber plötzlich zurück und steuerte wenig später die Box an.

„Ich habe etwas zu ambitioniert versucht, an Jaap vorbeizukommen. Ich hätte etwas länger warten sollen. Aber da war ein Loch und ich schaffte es, an seine Seite. Leider zog er rein, es kam zum Kontakt und meine Servolenkung ging kaputt“, erklärte der Luxemburger.

Mit einem souveränen Sieg machte sein Teamkollege Flynt Schuring den Meistertitel vorzeitig perfekt. CLRT-Schumacher liegt vor dem Saisonfinale in Monza in zwei Wochen zudem weiterhin an der Spitze der Rookie- und Teamwertung. Zumindest in dieser Hinsicht hatte Kieffer noch Grund zur Freude: De Haan hatte den zweitbesten Rookie Paul Cauhaupe aus den Punkten gedrängt, während der drittbeste Rookie Andrea Bristot nur auf Rang 16 ins Ziel kam.

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