Radsport

Philipsen und Del Toro obenauf, Luxemburger zeigen sich

Am Wochenende waren sieben luxemburgische Profis in Belgien und Deutschland im Einsatz. Auch die Espoirs wussten in Tschechien zu überzeugen, während die Juniorinnen und Junioren bei der Bahnrad-WM in Heusden-Zolder (B) starke Leistungen zeigten.

Bei der Deutschland-Tour waren gleich fünf Luxemburger am Start

Bei der Deutschland-Tour waren gleich fünf Luxemburger am Start Foto: dpa/Uli Deck

Renewi Tour (B/2.UWT): In überzeugender Manier trat der Belgier Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech) die Nachfolge seines Landsmanns Arnaud De Lie (Lotto Intermarché) an. Vor eigenem Publikum gewann der Sprinterstar am Wochenende die Etappen zwei und drei. Am Samstag setzte sich der 28-Jährige hauchdünn vor Olav Kooij (NL/Decathlon CMA CGM) durch und holte sich damit das Führungstrikot von Jenno Berckmoes (B/Lotto Intermarché) zurück. Auf der Schlussetappe rund um Leuven mussten sich Luca Mozzato (I/Tudor Pro Cycling) und Mike Teunissen (NL/XDS Astana) mit den Ehrenplätzen begnügen. Damit gewann Philipsen die Tour vor Berckmoes und Kooij. Kevin Geniets (Groupama-FDJ United) belegte Rang 35, 2:15 Minuten hinter Philipsen. Bob Jungels (Netcompany Ineos) wurde 105. mit 31:49 Minuten Rückstand.

Lidl Deutschland Tour (2.Pro): Am Samstag konnte Topfavorit Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG) das Blaue Trikot des Gesamtführenden von Louis Barré (F/Visma Lease a Bike) zurückerobern. Nach 170,8 schweren Kilometern von Herxheim nach Bad Dürkheim musste sich der 22-Jährige lediglich Giulio Pellizzari (I) geschlagen geben. Platz drei ging an Marc Hirschi (SUI/Tudor Pro Cycling), der mit 34 Sekunden Rückstand auf das Spitzenduo ins Ziel kam.

Das Finale fand auf einem anspruchsvollen Parcours rund um Heilbronn statt. Im letzten von drei Anstiegen zum Jägerhaus setzte Del Toro zum Alleingang an und schien seinem zweiten Tagessieg entgegenzufahren. Die Verfolgergruppe, in der sich auch der Luxemburger Alexandre Kess (Lotto Kern-Haus) befand, konnte den Mexikaner jedoch knapp 100 Meter vor dem Ziel noch stellen. Am Ende holte sich Paul Magnier (F/Soudal-Quick-Step) den ersehnten Etappensieg vor Danny van Poppel (NL/Red Bull-Bora-hansgrohe) und Tim Torn Teutenberg (D/Lidl-Trek).

Nach 156,5 Kilometern wurde Kess zeitgleich als 15. klassiert. Del Toro sicherte sich den Gesamtsieg deutlich vor Barré und Hirschi. Bester Luxemburger war Arno Wallenborn auf Rang 31 mit 5:34 Minuten Rückstand. Seine Teamkollegen Kess und Mil Morang belegten die Plätze 62 (29:56) und 66 (32:30). Für Noé Ury (Storck-MRW Bau) und Luc Wirtgen (Tudor Pro Cycling) sprangen die Plätze 82 (44:46) und 88 (47:27) heraus.

West Bohemia Tour (2.2U): Václav Jezek (CZE/Kasper crypto4me) gewann die viertägige Rundfahrt für U23-Fahrer vor Daniel Moreira (POR/Hagens Berman Jayco) und seinem Teamkollegen und Landsmann Adam Pesek. Gut unterwegs war auch der Luxemburger Flavio Astolfi, der am Samstag als Zwölfter ins Ziel sprintete – zeitgleich mit Julien Ruhe (USA/Kelly Benefits). Noch besser lief es auf der Schlussetappe über 150,6 Kilometer rund um Pilsen, auf der der 18-Jährige im Sprint Achter wurde, ebenfalls zeitgleich mit Tagessieger Danijel Agricola (NL/Metec-Solarwatt). In der Endabrechnung belegte Astolfi damit den 25. Platz, 32 Sekunden hinter Jezek. Yannis Lang, Alex Kerrens und Arnaud Noirhomme, seine Mitstreiter im Team Lëtzebuerg der Espoirs, schlossen die Rundfahrt auf den Plätzen 45 (1:01), 83 (18:32) und 85 (20:17) ab. Mats Berns war am Sonntag vorzeitig ausgestiegen.

Bahnrad-WM (B): Mit ausgezeichneten Leistungen haben die FSCL-Nachwuchstalente während fünf Tagen im belgischen Heusden-Zolder aufgewartet. Nach den Plätzen sechs (Scratch) und acht (Einerverfolgung) von Maximilien Outlet, und Rang neun in der Mannschaftsverfolgung, beendete Dave Cichy den Mehrkampf (Omnium) am Samstag auf Rang 18. In einem der vier Wettbewerbe, dem Tempo-Rennen, war der 17‑Jährige auf den hervorragenden dritten Platz gefahren. Am Sonntag erreichte Elena Lopes im Scratch Rang 13. „Das Team war gut vorbereitet. Wir hatten uns für die WM einiges vorgenommen und waren letztlich auch sehr erfolgreich. Es hat großen Spaß gemacht, die Jungs und Mädels in Aktion zu sehen. Sie haben allesamt überzeugt“, freute sich Bahnrad-Nationaltrainer Brian Nugent.

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