Am 11. September 2001 schaute die Welt gemeinsam auf denselben Bildschirm: 9/11 war das letzte globale Großereignis, bei dem das Fernsehen das unangefochtene Leitmedium blieb.
Guantánamo und Massenüberwachung: Mit den Anschlägen vom 11. September begann der Westen, seine eigenen verfassungsrechtlichen Grundwerte systematisch auszuhöhlen.
Am Morgen nach 9/11 blieben Italiens Kioske stundenlang leer: Die Redaktionen druckten im Eiltempo Sonderausgaben und veränderten die vertraute Nachrichtenwelt über Nacht.
Direkte Filme über den 11. September floppten fast ausnahmslos – doch in Blockbustern wie „The Dark Knight“ verarbeitete Hollywood das nationale Trauma präziser als jede Dokumentation.
Das Bügelbrett im Wohnzimmer, die Schockstarre der Mutter und die Live-Bilder aus Manhattan: Wie Redakteur Sidney Wiltgen das Unfassbare erlebte, als die Türme fielen.