Alarmierende Pestizidwerte
„Probleme kleinreden ist keine Lösung“: Mouvement écologique fordert Umsteuern
Eine aktuelle Analyse von 59 Apfelproben aus Europa zeigt: Nur wenige Früchte sind frei von Pestiziden – auch in Luxemburg. Obwohl alle Werte unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen, warnt das „Mouvement écologique“ vor den gesundheitlichen Risiken des „Chemie-Cocktails“ und fordert ein Umsteuern in der Landwirtschaft, besonders zum Schutz von Kindern.
Ein Apfel, viele Pestizide – das „Méco“ warnt: Grenzwerte schützen nicht vor der gefährlichen Mischung Foto: Editpress/Tania Feller
Die Diskussion um Pestizidrückstände in Äpfeln reißt nicht ab. Nachdem das „Mouvement écologique“ am vergangenen Donnerstag die Ergebnisse einer europaweiten Analyse von „Pesticide Action Network Europe“ (PAN Europe) zur Belastung von Äpfeln durch Pestizide vorgestellt hatte, reagierten das Landwirtschaftsministerium und Berufsvertretungen mit dem Hinweis, alle gemessenen Werte lägen unter den gesetzlichen Grenzwerten. Für das „Méco“ greift diese Argumentation jedoch zu kurz – und vermittelt aus seiner Sicht eine trügerische Entwarnung, schreibt die Umweltorganisation in einer Stellungnahme am Donnerstag.