Pestizide
Luxemburger Äpfel machen womöglich Kinder krank und Erwachsene unfruchtbar
Äpfel gelten als gesunder Snack, gerade für Kinder. Doch eine neue Stichprobe findet in 93 Prozent konventioneller Proben Pestizidrückstände. Luxemburg fällt dabei besonders negativ auf. Was Eltern jetzt wissen müssen und warum Waschen nur begrenzt hilft.
Die Frucht der Erkenntnis ist vergiftet Foto: Editpress/Alain Rischard
Wenn meine Geschwister und ich als Kinder nachmittags aus der Schule kamen, waren wir häufig aufgedreht, hatten sehr viel zu erzählen und waren verdammt hungrig. Aber wir wollten kein Butterbrot. Wir wollten etwas Süßes, etwas zu knabbern. Und weil meine Mutter uns nicht mit Schokolade vollstopfen wollte, griff sie zum Apfel. Sie entkernte ihn, zupfte den Stiel ab und schnitt ihn mit ihrem „Knäipchen“ in feine Streifen. Die Schale ließ sie dran, denn „unter der Schale sind die meisten Vitamine“. Ein gesunder Snack. Dachte meine Mutter. Denken wohl heute noch viele Eltern.
Nach aktuellem Kenntnisstand ist diese Gewissheit nicht mehr so sicher. Denn ausgerechnet dort, wo wir „Natur“ vermuten, landen im Alltag oft Rückstände chemisch-synthetischer Pestizide.