LSAP

Francine Closener und Dan Biancalana: „Die Partei steht so gut da wie noch nie“

Am 14. März geben Francine Closener und Dan Biancalana den LSAP-Vorsitz ab, den sie vor vier Jahren übernommen haben. Obwohl ihre Partei nach 20 Jahren Regierungsbeteiligung wieder in die Opposition musste, ziehen sie im Interview mit dem Tageblatt eine positive Bilanz ihrer Ko-Präsidentschaft.

Francine Closener und Dan Biancalana in der LSAP Fraktionszentrale am Krautmarkt an einem Donnerstagmittag

Francine Closener und Dan Biancalana am Donnerstagmittag in der LSAP-Fraktionszentrale am Krautmarkt Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Tageblatt: Als Sie vor vier Jahren auf dem Kongress in Vianden die Parteispitze übernommen haben, gaben Sie als konkretes Ziel aus, die LSAP bei den Kammerwahlen 2023 zur stärksten Partei zu machen. Dan Kersch verkündete sogar, die Sozialisten würden erstmals die Premierministerin stellen. Stattdessen blieb die LSAP weit hinter CSV und DP zurück, musste in die Opposition. Sind Sie enttäuscht von Ihrer Bilanz als Ko-Parteipräsidenten?

Dan Biancalana: Nein. Wir haben die Ziele, die wir uns gesetzt haben, erreicht. Es war ein wahrer Kraftakt, die drei Wahlkämpfe zu bestreiten. Den Negativtrend der letzten 20 Jahre bei den Kammerwahlen haben wir umgekehrt. Für eine Regierungsbeteiligung hat es nicht gereicht, doch es ist ein klares Zeichen der politischen Artikulation der LSAP nach außen. Wir haben die Partei aber auch resolut modernisiert, Jüngeren und Frauen eine Bühne gegeben, die Parteileitung gestärkt. Letztes Jahr haben wir die Statuten reformiert, dieses Jahr wird das Grundsatzprogramm überarbeitet. Die Partei steht so gut da wie noch nie.

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