Luxemburg
Georges Engel kandidiert für den LSAP-Parteivorsitz – Wer tritt noch an?
Der ehemalige Minister und aktuelle Abgeordnete Georges Engel will Ko-Präsident der LSAP werden. Wer für den weiblichen Teil des Amtes kandidiert, ist noch offen. Zwei Namen stehen im Raum.
Georges Engel bei einer Pressekonferenz Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Georges Engel will LSAP-Parteipräsident werden. Der ehemalige Minister und aktuelle Abgeordnete bestätigt seine Ambitionen am Freitagmorgen bei 100,7. „Ich habe beschlossen, dass ich mich für die männliche Hälfte des Vorsitzes bewerbe“, sagt er dem Radiosender.
Seit März 2022 sind Francine Closener und Dan Biancalana die beiden Ko-Präsidenten der Partei. Die beiden werden beim Parteikongress am 14. März aber nicht mehr antreten.
Eine weitere Kandidatur für den männlichen Teil der Ko-Präsidentschaft gebe es derzeit nicht. „Ich habe mit allen Abgeordneten gesprochen, ich glaube nicht, dass eine Kandidatur von dort kommen wird – aber man weiß ja nie“, sagt Engel dazu.
Engel schließt zudem nicht aus, als Spitzenkandidat der LSAP bei den nächsten Wahlen anzutreten. Das sei allerdings nicht das primäre Ziel seiner Kandidatur für das Ko-Präsidentenamt.
Wer tritt noch an?
Für den weiblichen Vorsitzposten kursieren derzeit vor allem zwei Namen: Maxime Miltgen, Präsidentin der „Femmes socialistes“ und hauptstädtische Gemeinderätin, sowie Flore Schank, Schöffin der Gemeinde Feulen.
Miltgen will sich bis nächste Woche entscheiden, wie sie dem Tageblatt auf Nachfrage mitteilt. Auch Schank hat sich noch nicht festgelegt. „Das ist keine leichte Entscheidung“, sagt sie dem Tageblatt. Sie sei kommunalpolitisch sehr aktiv und trage viele Verantwortungen. Es sei ein sehr zeitintensives Amt. Aber Schank sagt auch: „Wenn die Partei mich braucht, bin ich nicht diejenige, die sich vor Verantwortung scheut.“
Dagegen ist bereits klar, wer nicht antreten wird: die Abgeordnete Claire Delcourt. „Ich wurde gefragt und habe auch lange darüber nachgedacht“, sagt sie dem Tageblatt. Dann habe sie aber die Entscheidung gefällt, es nicht zu machen. Wegen ihrer zwei kleinen Kinder könne sie dem Anspruch des zeitintensiven Amts nicht gerecht werden. Sie wolle sich zudem auf ihr Abgeordnetenmandat konzentrieren. Auch die Abgeordnete Liz Braz hat vor einer Woche in einem Interview mit RTL eine Kandidatur ausgeschlossen.
Weitere Posten
Generalsekretär Sacha Pulli will erneut für seinen Posten kandidieren, wie er dem Tageblatt bestätigt. Der Escher Gemeinderat hatte sich vor zwei Jahren eine Kampfabstimmung mit Amir Vesali geliefert, die er für sich entschied. Eine andere Kandidatur liegt bisher nicht vor – was sich aber bis zum Kongress noch ändern kann.